Kongress in Bad Wörishofen

Rosenpflege: Wernborn stellt in Deutschland einzigartiges Konzept

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Die Tatsache, dass Wernborn nun endlich ein anerkanntes Rosendorf ist, bedeutet für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins nicht Hände in den Schoß legen. Ganz im Gegenteil: In diesem Jahr steht ihnen eine große und vor allen Dingen arbeitsintensive Aufgabe ins Haus.

Die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins haben sich in den zurückliegenden Jahren mächtig ins Zeug gelegt, um das knapp 1600-Seelen-Dorf zu einem ganz besonderen Ort zu machen: Wernborn sollte ein von der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde anerkanntes Rosendorf werden. Und fünf Tage vor Weihnachten konnte der Vereinschef Karl Zwermann tatsächlich verkünden: Ziel erreicht, Wernborn gehört nun zu den 16 Rosendörfer und -städte in Deutschland. Das ist aber noch lange kein Grund die Hände in den Schoß zu legen, denn die Rosendorfkommission hat den Wernbornern ein paar Aufgaben ins Stammbuch geschrieben.

So muss die Sortenvielfalt in den Rosenbeeten prinzipiell erhöht werden. Und vor allem: Ein Rosarium muss her. Also ein Schaugarten, in dem die Besucher inmitten der unterschiedlichsten Rosen flanieren, sich über die Königin der Blumen informieren und verweilen können. Ein Fläche ist auch schon ausgemacht: Das Rosarium soll in der Bergstraße auf der Höhe der Einfahrt in die Hallgartenstraße entstehen. Von dort aus habe man auch einen wunderbaren Ausblick über den Taunus bis hin in die Wetterau, so Karl Zwermann.

Um diesen Auftrag zu erfüllen, müssen die Mitglieder auch in den kommenden Monaten wieder die Spaten und Hacken auspacken und kräftig mit anpacken. Die Rosenstöcke sind bereits bestellt. Doch damit nicht genug. Auch sonst ist der Kalender der Gartenbauer gut bestückt. Als nächstes steht am Freitag, 17. März, die Jahreshauptversammlung an. Sie beginnt um 19.30 Uhr in der Eichkopfhalle. Unter anderem stehen die Berichte der Vorstandmitglieder auf der Agenda, ebenso Ehrungen und Wahlen. Beim Jahresrückblick können die Mitglieder noch einmal sehen, was im vergangenen Jahr alles geschaffen wurde.

Zudem gibt es einen Ausblick, was im laufenden Jahr alles unternommen werden soll, um mit dem Rosendorf auf lange Sicht vielleicht sogar Rosen-Touristen in den Taunus zu locken. Nach der Theorie geht es dann zum gemütlichen Teil über. Wer bei der Jahreshauptversammlung dabei sein möchte – auch neue Interessenten sind herzliche willkommen – sollte sich bis zum 10. März bei Margareta Schmitz unter Telefon (0 60 81) 35 19 oder Ute Kranlich, Telefon 9 55 09 72, anmelden, denn es wird zum gemütlichen Teil des Abends auch ein Essen serviert. Zur Auswahl stehen Pfannenschnitzel mit Kartoffelgratin und Salat oder mediterranes Pfannengemüse mit Feta-Würfeln (vegetarisch). Der Essenswunsch muss bei der Anmeldung angegeben werden.

Der nächste Termin steht bereits am Freitag, 24. März, an. Dann können Interessierte beim Obstbaumschnittkurs im theoretischen Teil des Tages erfahren, wie sie ihre Bäume richtig schneiden und pflegen (INFO).

Das Rosenfest in der Lindenstraße findet am Sonntag, 18. Juni, statt und beginnt wie immer schon um 11 Uhr. In der Zeit vom 23. bis 25. Juni sind die Gartenbauer dann mit einer Delegation zum Kongress der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde in die Rosenstadt Bad Wörishofen eingeladen, denn die Rosen, die in Wernborn wachsen, „zeichnen sich nicht nur durch ihre Schönheit aus, sondern vielmehr durch eine natürliche Robustheit“, sagt Zwermann. „Und im Vergleich zu vielen anderen Rosendörfern kommen wir ohne Pflanzenschutzmittel aus. Wir mussten unsere Rosen noch nie gegen Pilzkrankheiten spritzen“, hebt Zwermann hervor. Er wurde eingeladen, das Wernborner Konzept anlässlich des Kongresses vorzustellen.

Eine besondere Reise steht den Mitgliedern und Vereinsfreunden im Juli ins Haus: Vom 20. bis 23. Juli geht es zur nur alle zehn Jahre stattfindenden Internationalen Gartenausstellung (IGA) in die Bundeshauptstadt Berlin und nach Potsdam (lesen Sie dazu den weiteren Text unten). Der Tagesausflug des Vereins für die Gartenbauer am Samstag, 9. September, an die Mosel und nach Luxemburg. Am Freitag, 6. Oktober, wird dann im Wernborner Pfarrheim das Herbstfest gefeiert. Dabei sollen auch die diesjährige Apfelqualitäten getestet werden. Der Termin für den Tag der offenen Gärten steht derzeit noch nicht fest, teilte Karl Zwermann mit. Dieser Tag musste im vergangenen Jahr aufgrund des heißen und sehr trockenen Sommers ausfallen. Die Gärten machten nichts her.

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