1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Usingen

Rote Bete im Glas

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Schon mal Rote Bete getrunken? Na klar, als Saft ist das gut möglich. Und was ist, wenn die Rote Bete zu einem Edelbrand wird? Für den Brenner Markus Distler kein Problem.

Von M. SCHWARZ-CROMM

Der Distler-Hof bietet neben Apfel-Direktsaft aus eigener Kelterei, Obst und Gemüse, Apfel- und Beerenaufstriche, Eingemachtes, Kürbisse, Honig aus eigener Imkerei und Bienenwachskerzen sowie Edelobstbrände aus der eigenen Brennerei.

Für einen dieser Brände holte sich Markus Distler jetzt eine ganz besondere Auszeichnung. Bei der Nassauischen Edelbrandprämierung haben der Apfelbrand, Apfeltrester, Birnenbrand und Rote-Bete-Brand des Brenners Markus Distler die geforderten Qualitätskriterien erreicht. Und deshalb darf er seine Brände die Qualitätsbezeichnung „geprüfter Edelbrand aus dem Nassauischen Land“ hinzuführen.

Das alleine macht den jungen Brenner schon stolz. Doch die Kommission bescheinigte ihm dazu auch noch, dass gerade der Rote-Bete-Brand der absolut Beste unter den rund 100 getesteten Bränden war.

„Dieser Brand ist Gruppensieger geworden“, bestätigte Markus Distler und ist sehr stolz auf seine Leistung. Bis der Schnaps in der Flasche war, hatte Distler eine Menge zu tun. Erst mal bereitete er 220 Kilogramm Rote Bete vor. Denn die runden Knollen mussten ja geschält werden. „Alles sollte völlig ohne Erde gemaischt werden“, erklärte er. Das grüne Kraut musste bis ins rote Fleisch weg. „Sonst wäre es zu Fehlgärungen gekommen“, berichtete Distler weiter.

Die Vorbereitung war schon arbeitsreich genug. Was dann am Ende herauskam, waren allerdings nur 3,5 Liter 100 prozentiger Alkohol. Mit dem Ergebnis, dass es sich hierbei um den teuersten Brand handelt, den er je hergestellt hat. Das aber so gut, dass die Gutachter der Nassauischen Edelbrandprämierung 2015 genau diesen Schnaps als den besten von allen erachteten. Und das ist nun mal eine ganz besondere Ehrung.

Auch interessant

Kommentare