FDP rügt die Programme der Parteien

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„Sind manche Parteien in Wehrheim wirklich ernsthaft an den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger und der Zukunft Wehrheims interessiert?“, fragt Harald Stenger, Vorsitzender der FDP in Wehrheim.

„Sind manche Parteien in Wehrheim wirklich ernsthaft an den Wünschen und Bedürfnissen der Bürger und der Zukunft Wehrheims interessiert?“, fragt Harald Stenger, Vorsitzender der FDP in Wehrheim. Denn nachdem sich die FDP die Wahlprogramme aller Parteien angeschaut hätte, fragten sich die Liberalen, ob die Politiker von CDU, SPD und Grünen die Zeichen der Zeit nicht erkannt haben.

„Das Internet ist für uns alle Neuland“. Das zumindest sei die Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen. Und das scheine auch der Glaube vieler Kandidaten der meisten Parteien in der Kommunalwahl zu sein, wenn man insbesondere nach deren Präsenz, oder besser Nichtpräsenz, in sozialen Netzwerken schaue.

„Wenn die FDP Wehrheim sich für junge Menschen engagieren möchte, dann meint sie es ernst und präsentiert sich mit einem zeitgemäßen Auftritt auf einer modernen neuen Internetseite, die auch für mobile Geräte optimiert ist, sowie im wichtigsten sozialen Netzwerk im Internet“, erklärt Stenger in einer Pressemitteilung. Denn wie ernst solle man in der heutigen Zeit die Aussage einer oder mehrerer Parteien nehmen, die diesbezüglich nicht mit der Zeit gehen?

Er finde es besonders interessant, dass zwei Parteien, die sich die Jugendarbeit auf die Agenda geschrieben haben, in sozialen Netzwerken völlig fehlen.

„Wir leben in einer Welt, in der die Digitalisierung und Vernetzung rasant voranschreitet“, stellt der Vorsitzender der FDP fest. Kommunale Verwaltungsprozesse müssten daher digitalisiert werden. Die Zeiten von großen Mengen Papier – auch vor dem Aspekt der Umweltfreundlichkeit – seien gezählt. Effiziente Kommunikation mit der kommunalen Verwaltung über das Internet, die dem Bürger jederzeitige Transparenz über gestellte Anträge und Anfragen verschafft, für kürzere Verwaltungswege und dadurch weniger gefühlte Bürokratie sorgt nannte Harald Stenger als nur einen Punkt. Kosteneffizientere Verwaltungsstrukturen würden Steuererhöhungen in der Zukunft vermeiden, die durch stetig steigende Personalkosten notwendig würden.

„Auch haben offensichtlich die CDU, SPD und Grüne in Wehrheim nicht erkannt, dass es eine große Ablehnung in der Bevölkerung zum Bau von Windkraftanlagen auf Wehrheimer Gebiet gibt“, vermuten die Liberalen in ihrem Schreiben. CDU und SPD bekennen sich klar zu Windkraftanlagen am Winterstein, während die Grünen das Wort Windrad in ihrem Programm, welches lediglich aus Stichpunkten auf einem Flyer besteht, lieber gar nicht erst erwähnen wollen. „Wohl aus Angst davor, dass dieses Stimmen kosten könnte“, mutmaßt Stenger.

Die Programme würden zeigen, dass sich insbesondere die SPD und die Grünen sich wenig Arbeit gemacht hätten. Und dadurch sei zu erkennen, dass die Partien wenig über die Zukunft Wehrheims nachgedacht hätten.

„Die FDP bekennt sich als einzige Partei in Wehrheim ganz klar gegen den Bau von Windkraftanlagen in den Taunuswäldern, da gesundheitliche Risiken bis heute nicht geklärt, die ökonomischen Risiken untragbar sind und der negative Eingriff in die Ökologie des Naturpark Hochtaunus immens wäre“, stellt der Vorsitzende der FDP noch einmal klar. Insbesondere mit Blick auf die Grünen ist die FDP Wehrheim erstaunt, welche ökologischen Opfer man bereit ist zu bringen, um lediglich eine Ideologie durchzusetzen. Die Windvorrangfläche „Süßeberg“, am Ortsrand und am Bizzenbachtal, bestehe noch immer. Und wer garantiere, dass nicht nach der Wahl der eine oder andere doch auf die Idee käme hier Windräder zu errichten? Die Landkarte mit den Windvorrangflächen gibt es unter .

(cwa)

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