Rundum gelungenes Festival

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Das Usinger Land wird zum musikalischen Kulturland. Das „Musikfest im Taunus – Allegro“ ist vorüber, und das Fazit aller Beteiligter fällt in allen Belangen positiv aus.

Das „Musikfest im Taunus – Allegro!“ ist nach zehn Konzerten zu Ende gegangen und hat vom Eröffnungs- bis zum Abschlusskonzert nur positive Reaktionen ausgelöst – bei den Veranstaltern und den Besuchern gleichermaßen. Das kulturelle Großereignis im Usinger Land wird von der Kulturkommunikation Karl-Werner Joerg im Auftrag des Hochtaunuskreises und der Stadt Usingen veranstaltet.

„Das Festival war rundum gelungen, ich habe nur positives Feedback erhalten“, sagte Usingens Bürgermeister Steffen Wernard (CDU). Kultur sei auch für Usingen und das Umland von großer Bedeutung. Besonders freue ihn, dass die Freifläche auf dem Schlossgartencampus so gut in das Konzept gepasst habe.

Schätzungsweise 350 Konzertbesucher und Spaziergänger hätten am Sonntag dort den Klezmer-Jazz-Klängen gelauscht, auch Flüchtlinge seien gekommen. „Mit dem Abschlusskonzert ist meine Vision in Erfüllung gegangen, die Multifunktionsfläche auch als Kulturbühne zu nutzen“, so Wernard. Er setzt auf eine Fortführung des Ereignisses: Geld dafür sei im Doppelhaushalt 2015/2016 vorgesehen.

Für Landrat Ulrich Krebs (CDU) ist die Akzeptanz des Musikfestes, das im Usinger Land verortet ist, eine Erfolgsgeschichte. Dass in diesem Jahr neue „reizvolle“ Spielorte dazukommen sind, freut ihn besonderes: „Sie zeigten, welches Potenzial der Taunus für kulturelle Veranstaltungen zu bieten hat“, so Krebs.

Die Burgruine Reifenberg war so ein reizvoller Spielort, mit der Schmitten zum ersten Mal beim Festival dabei war. Und das Naturhornkonzert war als Open Air auch vom Wetter sehr begünstigt: „Es war sonnig und warm, und das trägt natürlich enorm zur Festivalstimmung bei“, sagte Friederike Richter-Wedell, als künstlerische Leiterin mit Karl-Werner Joerg für das Musikfest verantwortlich. Als solche hat sie die Reaktionen des Publikums besonders aufmerksam verfolgt. Man könne aus dem Programm eigentlich keine Highlights herausgreifen, denn die Bedürfnisse seien ganz unterschiedlich und die hätten bedient werden müssen. „Aus jedem Konzert ist man mit anderen Eindrücken herausgegangen“, so Richter.

So sieht es auch Joerg, der neben der künstlerischen Leitung auch die Organisation innehat. „Wir wollen auch die Menschen ins Konzert bringen, die nicht zu den typischen Konzertgängern gehören.“ Auf diesem Weg sind die Veranstalter seit dem ersten Musikfest erfolgreich weitergekommen. Die Besucherzahl sei ständig gestiegen. Jetzt sei man bei 1700 Besuchern angekommen. Das sei ein Zuwachs von jeweils 15 Prozent.

Die Dezentralisierung der Spielorte habe sich bewährt, nun wolle man „noch eine Schippe drauflegen“. Das bedeute, man wolle die Ortsgemeinschaften noch stärker ansprechen und sei schon jetzt für die Unterstützung an Ort und Stelle dankbar.

„Allegro“ habe auch Außenwirkung. So seien Kartenbestellungen aus dem Raum Lahn-Dill gekommen, und auch im Vordertaunus steige das Interesse an den Konzerten hinter der Höhe.

Und das Wichtigste zuletzt: Man habe diesmal eine schwarze Null erreicht, und die Kalkulation einzuhalten, sei finanziell das Hauptziel, so der Intendant.

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