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Das Oktett des Kirchenchores glänzte nach Ausfall einer Sängerin beim Auftritt auch als Septett .

Sänger und Posaunen präsentieren „Weltliches“ mit Bravour

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Beim rund vierstündigen Herbstkonzert zeigten der Kirchenchor Schmitten und der Posaunenchor Arnoldshain, dass sie auch weltliche Stücke beherrschen.

„Die Himmel rühmen…“, mit dieser Liedzeile aus einem Stück von Ludwig van Beethoven eröffnete der Kirchenchor Schmitten das Herbstkonzert. Das sei seiner Herkunft geschuldet, erklärte der Vorsitzende Jochen Herrmann. Also nicht aus dem Himmel, aber aus dem kirchlichen Fach kommen die über 50 Sänger.

In „Wo Musik sich frei entfaltet“ entfaltete sich dann auch der stimmgewaltige Chor unter Leitung von Martin Herrmann. Diesmal in Richtung weltlicher Musik. Dazu gehörten im weiteren Verlauf des Konzertes neben flotten modernen Stücken und Schlagern auch Musicals und Wiener Lieder. Wobei der Chor nicht immer in seiner vollen Stärke auf der Bühne stand. Auch im Duett oder als Oktett überzeugten die Hobby-Sänger.

Der Applaus des Publikums war wie immer ein Gradmesser für den jeweiligen musikalischen Vortrag. Dem zufolge waren die Stücke aus dem Weißen Rössl und dem Musical Westside-Story, in denen die Sänger ihr beachtliches Volumen in den ausgewogenen Stimmen ausspielten top, ebenso die Liebeslieder von Birgit und Martin Herrmann (unter anderem „I see the light“) und die gekonnten Darbietungen des „Oktetts“.

Letzteres musste aufgrund der Erkrankung von Birgit Grohmann auf eine Sopranistin verzichten, so dass Anna Brachmann diesen Part alleine übernahm. Trotz der etwas schwierigeren Konstellation meisterten die Sieben ihre Auftritte mit Bravour und ließen unter anderem mit dem „Hallelujah“ von Leonard Cohen eine Gänsehaut nach der anderen entstehen.

Es war ein rund vierstündiges Programm, das der Kirchenchor vorbereitet hatte, was er allerdings nicht alleine stemmte. Auch Fabian Felden stand erneut mit seinem Saxophon auf der Bühne. Der 13-Jährige erzählte, dass er vor sechs Jahren in der Schule das Instrument für sich entdeckt und auch in der Schulband der ARS mitgespielt hat. Da nun schulisch mehr von ihm abverlangt werde, spiele er nur noch selten. Doch für diesen Auftritt habe er noch einmal kräftig geübt. Den Entertainer beispielsweise, den er flott rüberbrachte. Den hatte auch der Posaunenchor Arnoldshain im Programm – mehrstimmig selbstverständlich, aber genauso beschwingt, wie der junge Nachwuchs-Saxophonist.

Die Blechbläser unter der Leitung von Christine Matthay sind seit Jahren gerne gesehene Gäste beim Herbstkonzert des Kirchenchores. Auch dieses Mal bildeten sie wieder den hörenswerten instrumentalen Gegenpart zum Chor. Flotte Stücke wie „Auf großer Fahrt“ und „Tequila“ wechselten sich mit verhaltenen und melancholischen Werken ab. „One Moment in Time“ wäre da beispielsweise zu nennen.

Mit einem flotten „Griechischen Wein“ in der „Kleinen Kneipe“ startete der Chor nach der Pause den zweiten Teil, steuerte den Höhepunkt – die Westside-Story – an und schloss das Konzert mit dem „Dank an die Freunde“ (Amazing Grace), gemeinsam mit dem Posaunenchor ab.

Trotz der bereits vorgerückten Stunde, hatten die Zuhörer noch nicht genug und ließen die Sänger nur nach zwei Zugaben von der Bühne. Und mit ihrem „Likörchen für’s Kirchenchörchen“ unterstrichen die Stimmen die bis dahin bereits mehrmals angedeuteten humoristischen Züge, die dem Kirchenchor eigen sind.

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