Den Schießsport geliebt und gelebt

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Wer kennt sie nicht, die besonders schönen Schießscheiben in den Schützenhäusern und die kunstvollen Königsadler, auf die überall im Schützenkreis 85 Usingen geschossen wird? Viele von ihnen stammen

Wer kennt sie nicht, die besonders schönen Schießscheiben in den Schützenhäusern und die kunstvollen Königsadler, auf die überall im Schützenkreis 85 Usingen geschossen wird? Viele von ihnen stammen von dem passionierten Sportschützen Walter Brendel, der jetzt anlässlich der Jahreshauptversammlung beim Schützenverein Finsternthal-Hunoldstal zum Ehrenmitglied ernannt wurde.

Schützenmeister Mattias Eid ließ die Karriere Brendels, der 1966 erst mit 35 Jahren in den Verein eingetreten war, Revue passieren. Als Allrounder sei er mit der Kurz- wie mit der Langwaffe erfolgreich gewesen. „Daran erinnern Ordner voll mit Urkunden und Zeitungsausschnitten“, berichtete Eid. Trotz Augenproblemen habe Brendel bis vor wenigen Jahren vorbildlich die Auflagedisziplinen gemeistert. Nicht zuletzt daran erkenne man, wie sehr er den Schießsport geliebt und gelebt habe, so Eid, der sich solchen Ehrgeiz auch für die jüngeren Schützen wünscht.

In den 60er und 70er Jahren war Brendel Schießwart. Als Vorstandsmitglied habe er mit seinem Verhandlungsgeschick die Verlegung des Schützenhauses von Finsternthal nach Hunoldstal maßgeblich ermöglicht, die damals im Raum stehende Abspaltung verhindert und zu dem dann einsetzenden Aufschwung beigetragen. Neben dem Namenswechsel kam 1970 der Vorschlag von Brendel für ein neues Vereinswappen. Beides festigte den Zusammenhalt, sagte Eid.

Weil Brendel längere Zeit verletzt war und nicht schießen konnte, hatte er mit dem Malen begonnen. „Damit legte er den Grundstein für eine Erfolgsgeschichte“, meinte der Vorsitzende. Denn seitdem zierten überall in den Schützenhäusern seine Schützenscheiben die Wände. „Unzählige Königsadler hat er hergestellt und damit manchen Schützen zur Verzweiflung gebracht“, so Eid weiter. Für seine besonderen Verdienste ernannte er Brendel zum Ehrenmitglied. Dass der dazu nötige Beschluss der Mitgliederversammlung einstimmig war, verstand sich von selbst.

Mit dem hessischen Ehrenzeichen in Bronze wurde außerdem Schriftführer Ingo Mann für vier Jahre Vorstandsarbeit von Kreisschützenmeisterin Gudrun Daume ausgezeichnet.

(evk)

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