1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Usingen

In Schmitten ist Geduld gefragt

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Evelyn Kreutz

Kommentare

Wegen Behinderungen auf der B 456 zwischen Bad Homburg und dem Usinger Land weichen etliche Autofahrer derzeit auf die Strecke über den Sandplacken oder das Rote Kreuz aus. Wenn gleichzeitig Kanalarbeiten vor der Schmittener Kirche stattfinden, ist das Chaos zu den Stoßzeiten programmiert.

Als Umleitungsempfehlung während der Sanierungsarbeiten im Bereich der Saalburg-Chaussee wird offiziell der Weg über das Köpperner Tal angegeben. Um Verkehrsbeeinträchtigungen zu entgehen, nutzen viele Autofahrer aber auch die Ausweichstrecke über den Sandplacken. Dort verschärfte am Donnerstag zeitweise eine Ampelschaltung im Ortsbereich Schmitten an der Einmündung der Schillerstraße (L 3025) auf die Kanonenstraße (L 3004) die Situation.

Grund ist eine Baustelle direkt vor der Kirche, die dazu führte, dass es am frühen Nachmittag zu Wartezeiten bei der Ortsdurchfahrt kam. Während des abendlichen Berufsverkehrs brauchten die Pendler, die aus Richtung Oberursel über den Sandplacken kamen, vor allem aber Verkehrsteilnehmer aus Richtung Königstein via Reifenberg oder aus Seelenberg sowie Kunden des Rewe-Marktes viel Geduld. Dabei waren zu diesem Zeitpunkt die Bauarbeiten eingestellt und der von der Baustelle verursachte Engpass auf der Strecke zwischen Sandplacken und Weiltal hielt sich in Grenzen, so dass die Ampel nur ein Warnsignal abgab.

Solange Führerscheinbesitzer unterwegs waren, die wussten wie man ohne Probleme einfädelt, rollte der Verkehr relativ entspannt. Aber wehe einer der berüchtigten Zauderer saß total verspannt hinterm Steuer und pirschte sich unsicher an die Front namens Stopschild heran, ohne die Lücken zu nutzen, die angeboten wurden. Oder es gab eine aufeinanderfolgende Reihe von Fahrern, die auf ihrem Vorfahrtsrecht beharrten. Dann gab es gleich einen langen Rückstau.

Aber was wird da eigentlich gebaut? Laut Umleitungskarte, die die TZ nach Informationen von Hessen Mobil zu Beginn der Ferien veröffentlicht hatte, ist für Schmitten eine Baustelle wegen Arbeiten an einer Stützmauer erst für November 2015 vorgesehen.

Seitens der Gemeinde konnte Bauamtsleiter Ulrich Ott die ganze Sache aufklären. Demzufolge wird die Baustellenampel wohl Mitte nächster Woche nicht mehr nötig sein und voraussichtlich nur noch einmal am Dienstag, wenn die Firma die restlichen Arbeiten ausführt, in Betrieb genommen. Die Gemeinde lässt laut Ott neue Hausanschlüsse legen. „Da konnten wir keine Rücksicht auf überörtliche Baumaßnahmen nehmen“, erklärte er. Für ihn selbst halte sich das derzeit erhöhte Verkehrsaufkommen noch in Grenzen. „Immer wenn die Saalburg oder die B8 dicht sind, ist hier in Schmitten die Hölle los. Dann stehe ich, wenn ich vom Rathaus nach Hause fahren will, sehr lange an der Kreuzung.“, berichtete er. Ott begrüßt es, dass die Bauarbeiten an der Saalburg jetzt in den Ferien ausgeführt werden und sagte: „Im Sommer muss alles gebaut werden, was geht, da haben wir den weinigsten Verkehr auf den Straßen.“

Auch interessant

Kommentare