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Rodeln ist zu allen Jahreszeiten möglich.

UBB-Antrag abgelehnt

Schmittener Sommerrodelbahn liegt nun wieder auf Eis

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Der UBB wollte die Diskussion um die Sommerrodelbahn wieder anstoßen. Die Enttäuschung war groß, als sonst niemand in der Gemeindevertretung den Bau einer Ganzjahresrodelbahn in Schmitten befürwortete. Für CDU, FDP und SPD war jedoch nur der Weg falsch.

Seit 2005 diskutieren die Schmittener Kommunalpolitiker über den Bau einer Sommerrodelbahn am Feldberg. Die Absichtserklärung der Gemeindevertretung aus dem Jahr 2013 genügte nicht, und so zog sich der Investor zurück. Jetzt scheiterte der UBB in der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend mit einem Antrag, das Projekt wieder anzuschieben.

UBB-Fraktionsvorsitzender Peter Bös bezeichnete den Bau einer solchen Anlage als zielführendes Pilotprojekt, um den Tourismus in der Gemeinde entscheidend zu beleben. Die Gemeindevertretung sollte grundsätzlich den Bau einer Ganzjahresrodelbahn befürworten, der Gemeindevorstand mögliche Areale benennen. Danach sollten Investoren gesucht und Fachleute eingeladen werden.

Die CDU kann sich die Umsetzung des Projektes vorstellen, aber nur eingebunden in ein größeres Konzept und im Einklang mit der Natur und den Bürgern, wie Parteichefin Julia Krügers betonte. Von der FWG gab es dazu keine Wortmeldung. Hier gingen in der Vergangenheit die Meinungen auseinander, und die CDU wird wohl beim Koalitionspartner noch Überzeugungsarbeit leisten müssen.

Roland Wilfing (SPD) bemühte eine Weisheit der Dakota-Indianer, die besagt: „Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“ Wenn die Sommerrodelbahn überhaupt noch lebe, könne man allenfalls einen Kriterienkatalog vorlegen für einen gemeinsamen Weg und ein gemeinsames Vorgehen. Sein Vorschlag, den Antrag in die Ausschüsse zu überweisen, fand ebenfalls keine Mehrheit in den Reihen der Kommunalpolitiker.

Seitens der b-now machte Annett Fomin-Fischer klar, dass die Gemeinde nicht die Aufgaben eines Investors übernehmen könne. Der habe Standorte und Bedingungen zu prüfen.

„Der Antrag ist gut gemeint, aber nicht gut gelungen“, sagte Fraktionsvorsitzender Dr. Uwe Ewerdwalbesloh (FDP). Er hielt wie die Christdemokraten den Antrag für zu pauschal und meinte: „Wir brauchen einen gemeinsamen Entwurf, der nicht wieder zerhackstückt wird.“ Es wäre wichtig, dass die Gemeindevertretung bekundet, dass sie der Sommerrodelbahn positiv gegenüber steht. Chancen und Risiken müssten vorher eruiert werden. Eine von ihm geforderte Machbarkeitsstudie war schon einmal Ende 2007 durchgeführt worden.

„Die Gemeindevertretung hat heute beschlossen, den Bau einer Ganzjahresrodelbahn nicht zu befürworten, damit liegt das Projekt ein Jahr auf Eis“, sagte ein enttäuschter Peter Bös nach der Sitzung dieser Zeitung. Die Geschäftsordnung der Gemeindevertretung sieht nämlich nach Paragraf 12 eine Sperrfrist für abgelehnte Anträge von einem Jahr für den Antragsteller vor. Bös hat das Gefühl, dass der Antrag mal wieder „von der falschen Fraktion“ kam und die Koalition diesen deshalb wegen angeblich ungenauer Formulierung abgelehnt hat. Er kündigte an: „Es stachelt uns an, weiter nachzudenken und Anträge zu stellen.“

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