Verein Palabek H.O.P.E

Schulgarten wird Wirklichkeit

  • schließen

Seit vier Jahren fahren Karla Kamps-Haller und Richard Olany jährlich nach Uganda. In seiner Heimat haben sie ein Schulprojekt ins Leben gerufen und in Reifenberg den Verein Palabek H.O.P.E. School gegründet. Mit Unterstützung eines privaten Unternehmens soll dort ein Schulgarten entstehen.

Im Januar waren Karla Kamps-Haller und Richard Olany wieder drei Wochen in Palabek. Dort soll mit Geld, das der Förderverein Palabek H.O.P.E School aus Spenden und Veranstaltungen generiert, das vierte Schulgebäude fertiggestellt und ein Sport- sowie ein Spielplatzes errichtet werden. Von der Entwicklung in Uganda, dem aktuellen Stand der Bauarbeiten und weiteren Vorhaben berichteten die beiden den Mitgliedern des 37-köpfigen Fördervereins.

Nach 30 Jahren Krieg hat Uganda mit einem Durchschnittsalter von 15,3 Jahren die jüngste Bevölkerung weltweit. Den Kindern in der Region wollen die beiden Vereinsgründer durch Bildung eine Chance zu geben. Von Deutschland aus haben sie den Schulbau finanziert und bis September 2016 auch die Gehälter des gesamten Personals. Die ersten 40 Kinder gingen 2013 in die neue Schule, 2016 wurde die Einrichtung zum zweiten Mal als „beste Schule des Distriktes“ ausgezeichnet, derzeit werden 166 Kinder unterrichtet. Insbesondere Frauen erhalten die Chance, ein Handwerk wie das Schneidern zu erlernen, und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Zudem werden musikalisch-talentierte Jugendliche gefördert.

Neben dem ständigen Ausbau des Schulcampus gibt es mit dem Schulgarten jetzt ein weiteres Ziel, das aber die Möglichkeiten des Fördervereins weit übersteigt. Dafür konnte Kamps-Haller jetzt GOPA Consultants, ein privates in Bad Homburg ansässiges Unternehmen, das weltweit Entwicklungs- und Transformationsökonomien umsetzt, gewinnen. GOPA-Mitarbeiterin Christiane Döbel-Herrmann, die auch im Freundeskreis Asyl Schmitten aktiv ist, stellte den Vereinsmitgliedern das Projekt vor.

Auf dem Schulgelände können fünf Gartenparzellen á 800 Quadratmeter angelegt werden. „Die Kinder und das Schulpersonal sollen Kenntnisse über moderne regionale Feldwirtschaft, die die dörfliche Entwicklung fördern, erhalten“, sagte sie. Das Schulgartenprojekt ermögliche eine vitaminreichere und ausgewogenere Ernährung. Angebaut werden sollen Süßkartoffeln, Casava (Maniok), Linsen, Spinat, Tomaten, Melonen und Erdnüsse, aber auch europäische Kartoffeln, Mangold und verschiedene Salatsorten. Ein Brunnen soll die Wasserversorgung sicherstellen, ein Lagerhaus die Ernte und ein Zaun vor Tieren schützen. Im Herbst sollen die Vorbereitungen für die ersten Anpflanzungen getroffen werden. Das Projekt werde rund 17 000 Euro kosten. „Aus eigener Kraft hätten wir das nicht stemmen können“, sagt Richard Olany.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare