Überall gibt es notdürftig geflickte Queraufrisse, und in Höhe des weißen Autos hat sich die Straße zur Seite hin abgesenkt. Ortsvorsteher Karl Zwermann (CDU) hofft, dass die Lindenstraße saniert wird, damit die Straßenschäden behoben werden.
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Überall gibt es notdürftig geflickte Queraufrisse, und in Höhe des weißen Autos hat sich die Straße zur Seite hin abgesenkt. Ortsvorsteher Karl Zwermann (CDU) hofft, dass die Lindenstraße saniert wird, damit die Straßenschäden behoben werden.

Anwohner der Usinger Lindenstraße sind vom Lärm genervt

Schwere Fahrzeuge scheppern bei den vielen Schlaglöcher Tag und Nacht

  • vonEvelyn Kreutz
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Im Usinger Stadtteil Wernborn verursachen durchfahrende Fahrzeuge gehörig Krach, und der Ortsbeirat fordert schnelle Abhilfe

"Vor allem nachts kommt man nicht zur Ruhe", ärgert sich Wernborns Ortsvorsteher Karl Zwermann (CDU). Dabei ist er im Eichkopfweg selbst gar nicht so sehr betroffen. Für viele andere seien jedoch die Fahrbahnschäden in der Lindenstraße eine unzumutbare Lärmbelästigung.

Die Durchfahrtstraße aus Richtung Eschbach ist zwischen den Abzweigungen Industriestraße und Neue Straße zwar keine Schlaglochpiste, weil immer wieder notdürftig geflickt. "Aber wenn schwere Laster hier durchfahren, gibt es an den Unebenheiten jedes mal fürchterliche Schläge, die man sehr weit hört", beschreibt Zwermann die Situation. Tagsüber ließe sich das noch hinnehmen, aber nicht in der Nacht und am frühen Morgen.

Während der Fotoaufnahmen am Vormittag ist gerade kein Schwerverkehr unterwegs. Doch als ein Pkw mit unbeladenem Anhänger und geschätzter vorgeschriebener Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometern vorbeikommt, poltert es ganz gewaltig. "Das ist kein Vergleich mit großen Transportern, wenn die hier durchdonnern, wird es richtig laut", versichert Zwermann

Tempo begrenzen

Insgesamt sei viel Verkehr in der Lindenstraße, berichtet er, und erläutert auch warum: "Das ist eine beliebte Abkürzung zwischen Weilburg und Bad Nauheim, außerdem haben wir den zentralen Schlachtbetrieb für den ganzen Kreis bei uns im Dorf." Vor allem die Schwertransporte seien überwiegend nachts oder am sehr frühen Morgen unterwegs. Im Sommer kämen dann unzählige Erntefahrzeuge dazu.

"Uns wäre schon geholfen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30, damit es wenigstens ein bisschen leiser wird", meint der Ortsvorsteher. Doch mit dieser Forderung seien die Wernborner vor Jahren schon einmal gescheitert. "Den zuständigen Behörden wie Ordnungsamt, Polizei und der Straßenbehörde Hessen Mobil ging es ausschließlich um die Sicherheit", erinnert er sich.

Eine weitere Möglichkeit, um Abhilfe zu schaffen, könnte eine Fahrbahnerneuerung sein. Da es sich um eine Kreisstraße handele, sei innerorts die Stadt Usingen der Lastenträger.

Woanders wurde ausgebessert

Für Zwermann nicht ganz verständlich ist es, warum die Stadt in diesem Jahr im Zuge der Gestaltung der barrierefreien Bushaltestelle vor der ehemaligen Schule nicht gleich die Straßendecke, wo die Schäden am größten sind, mit erneuert. Schon im vergangenen Jahr hatten die Wernborner vergeblich gehofft, dass die Lindenstraße wenigstens einen neuen Belag bekommt. "Damals wurde die Butzbacher Straße, die nicht einmal einen Unterbau hatte, komplett erneuert", teilt Zwermann mit und sagt: "Auch da hätte man die Lindenstraße gleich mitmachen können." Das gleiche Problem bestehe übrigens bei der Umgehungsstraße. Die müsste auch wieder mal neu asphaltiert werden.

Der Ortsvorsteher will jetzt einen neuen Versuch wagen. Im Ortsbeirat hat er das Thema noch einmal angeschnitten. "Die Anwohner sollten sich eine eigene Meinung bilden können und auch ihre Erfahrungen schildern", meint Zwermann. Evelyn Kreutz

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