Mit der selbst gestalteten Tasse in die Ferien

  • vonDorit Lohrmann
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Malen auf Papier können Schulanfänger längst. Aber wie ihr eigenes Bild wohl auf einer Tasse aussehen mag? Rechtzeitig vor Schulbeginn haben kleine Tausendfüßler das Resultat in Händen.

Die Schulanfänger waren ziemlich aufgeregt, am Montag sollten sie ihre selbst entworfenen Tassen erhalten. Schon eine ganze Weile ist es nun her, als sie auf Vorschlag von Ursula Konder ein Layout für eigene Trinkbecher kreierten.

Vor zwei Monaten war Konder auf Einladung der Kita-Leiterin Inka Klaner in die Tagesstätte „Tausendfüßler“ am Riedborn gekommen. 23 Kinder, die zum Schuljahresende dem Kindergarten entwachsen sein werden, erhielten von der Usinger Künstlerin Malutensilien und allerhand Tipps. „Drei Themen haben wir den Kinder zur Auswahl gegeben“, erzählt die Projektleiterin. Dazu gehörte das Thema „Herz“, eines, das vor allem Mädchen gerne aufgriffen. Oder „Zahlen und Buchstaben“. Da versuchten sich schon einige am Schreiben ihres eigenen Namens, auch wenn manch Buchstabe noch ein wenig verdreht daher kam.

„Was bedeutet Glück für dich“, war ein Thema, bei dem sich die Kinder nach Herzenslust austoben konnten. Da tauchten Raketen und sogar Müllautos auf den Entwürfen auf – natürlich gemalt von Jungen.

Was aber Konder besonders beeindruckte, das war die Palette der Entwicklung, die sich in den unterschiedlichen Entwürfen zeigte. „Von einfachen Strichmännchen-Zeichnungen über sogenannte Röntgenbilder bis hin zu perspektivischen Darstellungen ist alles vertreten“, so Künstlerin, die in ihrem eigenen Atelier in Wernborn Kreativkurse für Kinder gibt und sich mit der besonderen Pädagogik der bildnerischen Darstellung von Kindern auseinander gesetzt hat.

Das aber spielte am Montag allerdings keine Rolle. An diesem Vormittag ging es ausschließlich darum, den Kindern ihre Tassen zu überreichen, die sie entworfen hatten.

Ursula Konder rief ein jedes Kind auf, lobte dessen Eifer oder Einfallsreichtum und überreichte ihm seinen höchst persönlich kreierten Becher samt einer Urkunde, die das Kind als Künstler auswies.

Zwar waren nicht alle Kinder bei der Verteilung dabei, doch wollen die Erzieherinnen dafür sorgen, dass auch die anderen ihre Erinnerungstasse für die Schultüte bekommen. Martina Bank und Margarethe Zirnsak waren selbst begeistert von der Projektidee und freuen sich aufs nächste Jahr, wenn der nächste Jahrgang in den Genuss kommen wird, sich gemeinsam mit Ursula Konder eigene Trinkbecher zu gestalten.

Übrigens, die Usinger Künstlerin ist bereit, das Kunstprojekt, das den Kindern der Kita an zwei Tagen gerade mal ein bis eineinhalb Stunden Konzentration abverlangt hatte, auch in anderen Kindergärten und Schulen anzubieten. Zu kontaktieren ist Konder unter ursulakonder@aol.com oder Telefonnummer (01 71) 8 85 91 25. Mehr über das Projekt gibt es unter .

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