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Neun CWS-Schüler waren im Herbst in England gewesen. Jetzt gab es ein Wiedersehen mit den englischen Schülern in der CWS.

Kontakt mit Schülern aus England wird enger

Sprach-Urlaub im Taunus

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Reisen bildet, und Fremdsprachen zu beherrschen, gehört längst zum Alltag. Beides lässt sich für Schüler am besten im direkten Austausch mit Jugendlichen anderer Länder erreichen.

An deutschen Schulen gehört der Englischunterricht in der Regel zum Lehrplan. Schließlich ist Englisch längst die Nummer Eins im internationalen Sprachgebrauch. Dass Kinder in England Deutsch lernen, ist längst nicht so verbreitet.

An der St. Albans School in Hertfordshire, etwa eine halbe Autostunde nördlich von London gelegen, gibt es das Fach Deutsch. Kevin Squibb und Gabriele Renz unterrichten die jungen Engländer in der Fremdsprache. Die St. Albans ist eine Privatschule, und daher lässt es sich ganz gut nachvollziehen, dass denjenigen, die sie besuchen, auch eine möglichst breite Lehr-Palette dargeboten wird.

Das mit der breiten Palette trifft übrigens auch auf die Christian-Wirth-Schule (CWS) zu, wenngleich es sich bei ihr um eine öffentliche Schule handelt. Und da Reisen bekanntlich bildet – travel broadens the mind – liegt sowohl den beiden Deutschtutoren der St. Albans als auch den Englischlehrern am Usinger Gymnasium viel daran, ihren jungen Schülern einen grenzübergreifenden Austausch zu gewähren. Vor sechs Jahren hat Gabriele Renz den Kontakt zur CWS gesucht und wurde sofort mit offenen Armen empfangen.

„Wir hatten früher schon mal den Austausch mit einer englischen Schule gepflegt“, erinnert sich Englischlehrerin Heike Wehler. „Aber das ist irgendwann eingeschlafen.“ Schlicht deshalb, weil englische Kinder offenbar lieber Spanisch oder andere gängige Sprachen lernten. Deutsch stehe nicht gerade an erster Stelle auf der Wunschliste.

Nun aber landeten neun Jugendliche der St. Alabans School in Usingen. Im Oktober hatten sie ihre jetzigen Gastgeber schon in Hertfordshire kennen gelernt und erste zarte Freundschaften geknüpft. Jetzt wurden sie von deren Familien herzlich empfangen, und natürlich wurde ihnen auch in der Schule eine Willkommensfeier bereitet.

Nicht nur Heike Wehler und ihre Kollegin Julia Currer erwarteten die Gäste aus Hertfordshire, auch Rektor Dr. Lorenz Metzger begrüßte die Engländer. Sogar Bürgermeister Steffen Wernard (CDU) machte seine Aufwartung. Und natürlich hatte die Angehörigen des Leistungskurses Musik für ihren musikalischen Beitrag ein englisches Stück gewählt.

Die englischen Buben – die Mittelstufe der St. Albans wird ausschließlich von Jungs besucht – werden im Laufe ihres Aufenthalts die Firma Opel in Rüsselsheim und das Dialogmuseum und das Escape Room in Frankfurt besuchen.

Gespannt darf man sein, was beim vorgesehenen Dreh eines Werbevideos an der CWS herauskommen wird.

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