Erster Schnee des Jahres

Start frei für den Winter: Der erste Lift im Taunus hat geöffnet

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Der erste Schnee des Jahres ist in den Höhenlagen des Taunus liegengeblieben. Für die nächsten Tage ist weiterer Schnee angesagt. Seit Dienstag läuft der Skilift am Pechberg in Oberreifenberg, und erste Langlaufstrecken könnten bald öffnen.

Glaubt man dem Wetterbericht, so hält jetzt der Winter richtig Einzug. Damit steigt die Hoffnung aller Wintersportler, dass sie endlich auch mal wieder in der Region ihre Skier nutzen können. Rodeln klappt bereits bestens am Pechberg in Oberreifenberg. Direkt nebenan läuft seit Dienstag der Skilift von Leonhard Heinz. Die Liftanlagen am Nordhang hinter der Jugendherberge Oberreifenberg, direkt am Naturparkhotel Weilquelle und in Treisberg sind noch nicht geöffnet. Das könnte sich schnell ändern, wenn ausreichend weiße Pracht vom Himmel fällt.

Genug Schnee muss auch liegen, bevor die Mitarbeiter vom Naturpark Taunus die Langlaufstrecken spuren können. „Die letzten Vorarbeiten haben unsere Außendienstleute schon durchgeführt“, teilte Naturparkgeschäftsführer Uwe Hartman auf TZ-Anfrage mit. Die Loipentrassen sind längst gemulcht, denn Hartmann erläuterte: „Je besser der Untergrund, desto besser kriegen wir die Langlaufloipen hin.“ In den vergangenen Tagen wurden noch die Äste, die auf den Wegen lagen, entfernt.

„Im Wald brauchen wir eine geschlossene Schneedecke von 15 Zentimetern“, so der Geschäftsführer. Selbst an den ungünstigsten Stellen, etwa im Nadelwald, müsste der Schnee zehn Zentimeter hoch liegen.

Deshalb richten die Mitarbeiter mit dem sogenannten Skidoo, einem Schneemobil, wie sie häufig in Skigebieten auf Pisten zu sehen sind, und dem Nachlaufschlitten zuerst die schneesicheren Strecken her. Das sind laut Hartmann die anspruchsvollen Loipen am Sandplacken und zwischen Kittelhütte und Rotem Kreuz, und dann kommt oft schon die familienfreundliche Route am Segelflugplatz in Riedelbach.

Aber die Langlaufstrecke am Golfplatz in Altweilnau habe manchmal sogar bessere Schneehöhen als die an der Kittelhütte oder am Sängelberg in Oberreifenberg, meinte Hartmann und sagte: „Es ist vorher wenig absehbar, wir müssen uns immer auf die Gegebenheiten einstellen.“

Bis die Loipen in Hofheim, Bodenrod und Cleeberg präpariert werden, dauert es oft länger. Wenn sie denn überhaupt in Betrieb genommen werden könne. Wie Hartmann berichtete, gab es zuletzt im Jahr 2010 genügend Schnee. Wenn der dann runterkommt, haben die Mitarbeiter mehr als genug zu tun. Sie bereiten nicht nur die Langlaufstrecken vor. Schon von 2.30 Uhr an beginnen sie mit dem Räumen der Parkplätze. Von dort starten auch viele Wanderer und Spaziergänger mit Hunden, von denen sich Hartmann etwas mehr Verständnis für die Wintersportler wünscht, damit die extra für sie hergerichteten Strecken nicht zertrampelt werden.

„Der Taunus ist eben keine klassische Skiregion, und manche Fußgänger laufen kreuz und quer über die oder in der Spur für die Langläufer.“

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