+
Mit Schippen, Harken und kleinen Eimern machten sich die Limesschüler auf den Weg zum Schulacker. Foto: Mai

Limesschüler

Nun steckt die Saat in der Erde des Schulackers

  • schließen

Früher spannte der Bauer im Märzen die Rösslein an, heute lässt er seine Pferdestärken unter der Traktorhaube arbeiten. Die Limesschüler hingegen machten sich zu Fuß auf den Weg zum Schulacker

Früher spannte der Bauer im Märzen die Rösslein an, heute lässt er seine Pferdestärken unter der Traktorhaube arbeiten. Die Limesschüler hingegen machten sich zu Fuß auf den Weg zum Schulacker und zogen einen kleinen Bollerwagen hinterher. Darin war alles, was der Bauer so für die ersten Arbeiten auf dem Feld braucht: Rechen, Harke und Spaten. Zudem waren die Schüler der ersten Klassen, die für die Aussaat von Hafer und Weizen zuständig sind, mit kleinen Eimerchen ausgerüstet, und die hatten gleich zwei Einsatzmöglichkeiten. Landwirt Paul Erich Etzel füllte ihnen das Saatgut hinein, und sie konnten ausprobieren, wie es sich anfühlte, als der Bauer früher mit seiner Saatschüssel übers Feld schritt und die Samen in die Erde brachte. In den Eimern sammelten sie auch die gröbsten Steine ein, denn davon gibt es auf dem Bügel allzu viele. Schnell noch die Samenkörner untergeharkt, damit die Saat auch aufgehen und Frucht tragen kann und die Vögel nicht allzu viele aufpicken. So wichtig sie auch für den Kreislauf der Natur sind, sollen sie danach besser anderswo suchen, denn auf dem Natur belassenen Schulacker sollten sie genügend anderes Futter finden. Nach der Arbeit zogen die Schüler frohen Mutes von dannen, aber sie werden in der nächsten Zeit hin und wieder nachschauen, wie sich die Saat entwickelt.

Nach den Osterferien sind die zweiten Klassen dran, denn jede Jahrgangsstufe hat ihre eigenen Aufgaben auf dem Acker. Dann kommen die Kartoffeln in die Erde. Auch rund um die tolle Knolle ist einiges zu tun, bevor sie im Herbst geerntet wird. Die Reihen müssen aufgestrichen werden, und wenn Kartoffelkäfer im Sommer eine allzu große Plage sind, müssen sie abgelesen werden. Es gibt also im Frühling, Sommer und im Herbst einiges zu tun auf dem Schulacker. Beim Naturerlebnistag am Sonntag, 10. Mai, stellen Mitglieder, Lehrer und Schüler der Limesschule die Arbeit vor und küren die schönsten Vogelscheuchen.

(mai)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare