Allegro-Musikfestival

Strahlender Sopran und Klarinettenklang

Sie füllen Konzertsäle und begeistern stets ihr Publikum. Das Trio Inspirato ist beim Allegro-Musikfestival zu Gast im Kulturforum Hasselbach.

Stücke großer Künstler bestimmen ihr Programm, das abwechslungsreich, vielfältig und überaus virtuos ist. Mit dem Trio Inspirato kommen am Donnerstag, 2. Juli, drei hochkarätige Musiker zusammen. Für die Pianistin Friederike Richter ist es bereits der zweite Auftritt beim Musikfestival Allegro. Diesmal spielt sie gemeinsam mit Reiner Wehle (Klarinette) und Sopranistin Marietta Zumbült zusammen als „Trio Inspirato“.

Marietta Zumbült – berühmt für ihren strahlenden Sopran, der scheinbar mühelos von höchster Dramatik zu sanfter Lyrik überwechselt – ist Dozentin für Gesang an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar. Sie ist ein ständiger Gast bei internationalen Musikfestspielen, wie den Händelfestspielen Halle oder dem Kunstfest in Weimar.

Friederike Richter ist nicht nur Leiterin einer Klavierklasse an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt. Gemeinsam mit Karl-Werner Joerg verantwortet sie auch die künstlerische Leitung des Musikfestivals. Reiner Wehle ist Professor an der Hochschule für Musik in Lübeck. Zweimal erhielt er den begehrten Echo-Klassik-Preis für Kammermusikaufnahmen.

Besonders an diesem Konzert ist die Besetzung Sopran und Klarinette. „Die Klarinette ahmt die Gesangsstimme nach oder setzt zu ihr einen Kontrapunkt“, sagt Marietta Zumbült. Ausgesuchte Werke von Mozart, über Schumann, Spohr und Schubert sind nicht nur besonders virtuos und mit einer augenscheinlichen Leichtigkeit, sie wurden zum Teil auch für die Kombination Klarinette, Sopran und Klavier überarbeitet. Dabei übernehme in den Überarbeitungen das Klavier gerne die Rolle des Orchesters, während die Klarinette rein vom Verständnis als eine zweite Singstimme innerhalb des Trios fungiere. Die Besonderheit der Kombination Sopran und Klarinette beschreibt Zumbült so: „Der Sopran singt einen Satz und die Klarinette bringt dann die Farben der Seele dazu.“ Insgesamt erweitere die Klarinette die Klangfarben zwischen Sopran und Klavier und mache jedes Stück zu einem Erlebnis.

Dabei war die Klarinette in den Werken von Komponisten vor der Klassik gar nicht vorgesehen, einfach weil es sie noch nicht gab. „Gerade viele Gesangstücke wurden dann für die Klarinette umgeschrieben. Die Literatur dazu ist vielfältig, auch im kirchlichen Bereich. Thematisch zieht sich „die ’Liebe und das Mensch sein’ durch die Auswahl unserer Stücke.“ Bei ihrer Namensgebung ließen sich die drei Musiker übrigens von dem lateinischen Begriff „inspirare“, dem „Einhauchen“ leiten. Dass sie der Musik aus dem 18. und 19. Jahrhundert einen besonderen Glanz einhauchen werden, daran besteht gar kein Zweifel. Zu hören sind die Musiker am Donnerstag, 2. Juli, um 20 Uhr im Kulturforum Hochtaunus in Hasselbach.

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