Streckenparty statt Kerb

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Die Idee der Niederreifenberger Kameraden war gut, muss aber als neue Veranstaltung erst in die Köpfe der Besucher. Das Radrennen am 1. Mai sollte auch auswärtige Ausflügler bringen, doch die mussten auf den gesperrten Straßen Geduld haben.

Rund zwei Stunden lang sausten die Jedermann-Fahrer, die am Radrennen rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt teilnahmen, direkt an der Hochtaunushalle und dem Feuerwehrgerätehaus die Straße hinunter.

Nachdem der erste große Pulk vorbei war und bevor die Radprofis durch Niederreifenberg rasten, schlug die Stunde der Feuerwehr. Die Kameraden mussten aber nicht löschen, denn den Rauch am Grill hatten sie selbst fabriziert und vor allem unter Kontrolle.

Wie in vielen anderen Orten war auch in Niederreifenberg die Kerb nicht mehr der Renner. Weil die veranstaltenden Kameraden aber gerne feiern und Einnahmen zur finanziellen Unterstützung der Einsatzabteilung und der Jugendwehr brauchen, wollen sie künftig übers Jahr verteilt mehrere kleinere Veranstaltungen auf die Beine stellen.

Die erste Streckenparty am 1. Mai war zumindest vom Wettergott gesegnet. Als Anlaufstelle für Wanderer, nicht am Traditionsrennen beteiligte Radfahrer und motorisierte Besucher muss sie sich erst noch warmlaufen. Dass das funktionieren wird, da ist Schriftführerin Alexandra Schieler ganz optimistisch. In Sachen Verpflegung lassen sie und ihr Mann nichts anbrennen. Marcel Schieler, der in Niederreifenberg der Jugendwart ist, bereitete profimäßig Spareribs im Smoker zu und hatte auch die scharfe „Barbecue-Soße nach Art des Hauses Sello“ zubereitet. Grillwurst und kühle Getränke sowie frische Waffeln gehen immer.

Die Nieder- und Oberreifenberger hatten es gut. Sie konnten wie Katja und Martin Kurth zu Fuß zur Streckenparty gehen. Die heimische Jugendwehr kurvte mit den Mountainbikes durch die Gegend. Geduld brauchten die Kameraden aus Brombach. Die standen mit dem Mannschaftstransportwagen in der für den motorisierten Verkehr gesperrten Durchfahrtsstraße, wo die Autos zum Teil zweireihig standen und nichts mehr ging. Erst als die Jedermänner durch waren, konnten die Brombacher zu Essen und Schoppen zu den befreundeten Brandbekämpfern. Die bewirteten ihre Gäste, bis die Radfahrer des Hauptrennens durch waren und ließen die Party dann langsam ausklingen.

Als nächstes steht ein gemeinsamer Arbeitseinsatz von Einsatzabteilung und Jugendwehr auf dem Programm. Die treffen sich zu einer Müllsammelaktion am Freitag, 20. Mai, um 18 Uhr.

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