Die UB suchen engagierte Unterstützer

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Im März 2016 stehen die Kommunalwahlen an. Die Unabhängigen Bürger hoffen, ihr Ergebnis von 2011 beizubehalten und suchen Unterstützer.

Fast viereinhalb Jahre liegt die letzte Kommunalwahl nun zurück, ebenso lange mischen die Unabhängigen Bürger (UB) die altbewährte aber in mancherlei Hinsicht vielleicht auch eingefahrene Politik der Altparteien auf. „Wir sind unseren Aufgaben als Opposition gut nachgekommen“ – reflektiert Karin Klimt, Zweite Vorsitzende der UB – „und haben in vielen Bereichen für mehr Transparenz und Bürgernähe gesorgt.“

Dabei hätten die Mitglieder vor der Gründung keinerlei politische Vorerfahrungen gehabt. Umso wichtiger sei es gewesen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, so Klimt. „Den guten Zusammenhalt pflegen wir noch heute“. Sicher, Diskussionen ließen sich in einem politischen Zusammenschluss nicht vermeiden, doch den UB sei stets an konstruktiven Erörterungen gelegen.

Hauptanlass für die Gründung des Bündnisses sei der Schuldenabbau gewesen. Bereits zum Jahresabschluss 2010 habe der Schuldenstand über zehn Millionen Euro betragen. Und auf dem Niveau dümpele er bis heute vor sich hin.

Fehlende Jahresabschlüsse, wenig transparente Haushaltspläne – die Unabhängigen Bürger haben an der Finanzpolitik in Grävenwiesbach so einiges zu bemängeln. „Und mit unserer Kritik halten wir nicht hinterm Berg“, stellt Klimt entschieden fest. „In den Gemeindevertretungen wird seit 2011 viel mehr diskutiert. Die Zeiten der satten Mehrheitsbeschlüsse gehören der Vergangenheit an.“

Außerdem würden die UB regelmäßig Bürgerbriefe versenden, um die Wähler über aktuelle politische Sachverhalte zu informieren. „Wir stehen in möglichst engem Austausch mit den Wählern“, so Klimt.

Es sei von Vorteil, dass sich die UB als unparteiischer Zusammenschluss nicht an bundespolitische Richtlinien halten müssten. Somit könnten sie ihre Agenda direkt auf die Bedürfnisse der hiesigen Bürger ausrichten. Und das sei den UB ohnehin eine Herzensangelegenheit. „Die Großgemeinde Grävenwiesbach hat viele kleine Ortsteile, und für deren Interessen wollen wir uns starkmachen“, erläutert Klimt.

„Die Freiheit von einer Parteisatzung ermöglicht unseren Mitgliedern auch einen größeren Mitgestaltungsspielraum“, erklärt Klimt. Neue Einflüsse und Denkanstöße seien grundsätzlich erwünscht. „Deswegen freuen wir uns über jeden, der neu zu uns stößt“, betont die Grävenwiesbacherin. Die UB hätten in den vergangenen Jahren stetig engagierte Helfer dazugewonnen. Eine aktuelle Mitgliederzahl konnte Klimt aus dem Stegreif nicht nennen, weil sich – so die Vorsitzende – „erst kürzlich wieder Interessierte bei uns gemeldet haben“. Über 40 Mitstreiter zählten die UB aber auf jeden Fall.

„Trotzdem benötigen wir noch Unterstützung, um verstärkt aus der Gemeindewahl und den Ortsbeiratswahlen am 6. März 2016 herausgehen zu können“, so Klimt. „Deswegen hoffen wir auf eine aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die bereit sind, für die UB zu kandidieren.“

Bei der vergangenen, für die UB ersten Kommunalwahl, traten für die Gemeindevertretung 35 Kandidaten an. Sie konnten sich 15,5 Prozent der Stimmen und drei Mandate sichern. „Dieses gute Ergebnis wollen wir 2016 wieder erreichen oder sogar noch ausbauen“, hofft Klimt. Wer sich über die UB informieren möchte, kann das via E-Mail (vorstand@ub-graevenwiesbach.de) tun oder die Website besuchen ().

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