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Süße Herzen und tolle Kleider

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Von: Gerrit Mai

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Damit der schönste Tag des Lebens gut gelingen kann, braucht es einiges an vorbereitender Organisation. Auf der ersten Hochzeitsmesse gab es Infos von A wie Auto bis Z wie Zeltverleih.

Der traditionelle Hochzeitstanz hat nur ein Ziel. „Damit beweisen die Brautpaare, dass sie gut miteinander harmonieren.“ Volker Thönnes muss es wissen, denn zu ihm kommen Paare, um im gleichen Takt durch den großen Tag zu schweben. Das scheint wichtig zu sein, denn mit Ingo Klouda war bei der ersten Hochzeitsmesse im Hessenpark eine weitere Tanzschule vertreten.

Die Vielfalt war groß, auch wenn die fast 50 Anbieter nicht alle Mitglieder der drei veranstaltenden Gewerbevereine Neu-Anspach, Usingen und Wehrheim waren. Die Messe half Paaren, den Tag vom Frühstück bis zur Hochzeitsnacht und den anschließenden Flitterwochen zu planen. Da plauderten Pascal Dupui und Julia Rautenberg gerne auch mit Ulla Weber von Ess-Webers in Usingen über ihr Hochzeitsfrühstück. Das Paar gibt sich am 15.5.15 das Jawort in der Hugenottenkirche, da passt das Restaurant bestens. Frühstück für alle gibt’s aber erst nach der Zeremonie.

Neben der Location für die große Feier wollen die Dekoration der Tische, aber auch die von Braut und Bräutigam, von der Frisur über den Schmuck bis zu den Schuhen gut vorbereitet sein. Da hatten das Dekoria-Team aus Heigenbrücken, Friseur Edlund, Goldschmiedemeisterin Ricarda Groh (beide aus Usingen) und das Schuhhaus Weidner aus Anspach gute Ideen. „Lebende Dekorationen“ hatte Floristin Heike Werner vorbereitet, sie hatte auch die Kirche aus Kohlgrund hochzeitlich geschmückt.

Apropos Kirche: Die wird in den letzten Jahren von immer weniger Brautpaaren frequentiert. Das hat der Usinger Pfarrer Dr. Hans-Jörg Wahl festgestellt. Er und sein Kollege Reiner Guist zeigten, dass in den Kirchen immer ein (Trau-)Stuhl frei ist.

Viele Angebote der Messe können individuell für (fast) jeden Geschmack ausgerichtet werden. Das war den Brautpaaren und den Eltern, die ebenfalls durch die Gänge in der Zehntscheune und durchs Zelt schlenderten, wichtig. Daher konnten die Fotostudios, die Druckerei Waas aus Wehrheim und die Bäckerei Ernst aus Anspach, die ihr Angebot vorführten, wie Gudrun Waas und Ricarda Groh bestätigten, viele Kontakte knüpfen. Info-Broschüren, Visitenkarten, süße Herzen als Werbe-Geschenke und vieles mehr nahmen die Gäste mit nach Hause, und jetzt bleibt abzuwarten, ob den netten Gesprächen auch Aufträge folgen.

Klar haben die Brautleute das letzte Wort, aber Marita Schütrumpf aus Usingen ließ sich für die Hochzeit des Sohnes von Dr. Regina Ernst-Messer die dreistöckige Hochzeitstorte und die möglichen Varianten zeigen. „Die Messe ist eine gute Möglichkeit, zu gucken, was es so gibt“, meinte die Usingerin. Und wer war das Ehepaar, das mit der Kostümierung längst vergangener Zeiten ausgestattet war? Markus und Petra John aus Frankfurt-Höchst, sie wollten in dem auffallenden Outfit auf ihre gestickten Einladungen, Tisch- und Menükarten aufmerksam machen. Wie das Allerwichtigste – das Brautkleid – aussehen kann, zeigte Schneidermeisterin Ann-Kathrin Mehling aus Bergen-Enkheim. Hübsche junge Mädels waren auf der Messe unterwegs und präsentierten ihre Modelle. Dazu gab’s passende Arrangements von Blumen-Jaeger. Für die Models Nikolett Tóth und Claudia Schindewolf war es schon seltsam, aber auch ein schönes Gefühl, so ganz unverheiratet als Braut zu flanieren.

Wie die Bräute anno dazumal aussahen, zeigte das Paar im strengen schwarzen Kleid und mit Zylinder, das während der Messe in der alten Brautkutsche im Hessenpark unterwegs war. Wer an der Hochzeit den richtigen Durchblick haben wollte, für den hatte Meyer-Optik ein vielfältiges Angebot und für die Hochzeitsnacht fanden die Besucher bei Betten Günther Anregungen. Vor den Eingängen und dem Gastronomiezelt hatten die Gewerbevereine rote Teppiche für die insgesamt rund 2000 Besucher der Messe an beiden Tagen ausgelegt.

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