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Superman beim Abflug? Nein, Ida (3) setzt auf dem separaten Kinder-Parcours zum Sprung in den nächsten Ring an.

Fest der TuS Merzhausen

Supergirl auf dem Sportplatz

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„Sport macht Spaß“, findet ein Vater. „Sport hilft beim Eingewöhnen in die Kita“, findet eine Mutter. Beide sorgen dafür, dass ihr Nachwuchs im Sportverein gut aufgehoben ist. Und der Verein dankt’s mit einem Fest.

Es gibt eine Superman-Ausgabe in rosa. Also eigentlich das Outfit für Superwoman. Oder noch besser: Supergirl. Eine Miniaturausgabe des berühmten Komikhelden in mädchenhaftem Pink war am Sonntag auf dem Sportplatz anzutreffen: Ida, drei Jahre alt, mit einem charmanten Lächeln und – das war der eigentliche Kern der Sache – in steter Bewegung.

An jenem Nachmittag hatte der älteste und größte Verein des Usinger Stadtteils, der Turn- und Sportverein (TuS), ein Fest ausgerichtet. Das jährliche Sportfest bietet vor allem den Leichtathleten die Gelegenheit, das deutsche Sportabzeichen zu ergattern. Die meisten Anwärter darunter sind Kinder und Jugendliche, aber das Abzeichen dürfen natürlich auch Erwachsene holen – falls sie sich denn in den erforderlichen Disziplinen entsprechend qualifizieren.

Aber zurück zu Ida. Durften denn auch schon so kleine Anwärter an den Start? Und, noch fraglicher, beherrschen sie denn überhaupt schon die geforderten Übungen?

„Für die ganz Kleinen haben wir einen eigenen Parcours aufgebaut“, erklärte Pressewart Hans-Joachim Borck. Dort wurden sie von Daniela Reuter betreut, der Übungsleiterin der Eltern-Kind-Turngruppe.

Und dieser Parcours enthielt mehrere Aufgaben, die die jüngsten Teilnehmer des Sportfestes schon absolvieren konnten. Am Ende gab’s Urkunden für alle und für die Kleinen zudem Teilnahmepreise.

Dass die kleine Ida die lustigen Übungen so souverän absolvierte, lag wohl daran, dass sie schon frühzeitig mit dem Training begonnen hatte. „Training ist vielleicht übertrieben gesagt“, erläuterte ihre Mutter Tina Furlan. Aber die Kleine sei schon als Krabbelkind dabei gewesen und habe zunächst einmal beobachtet, was die anderen so alles trieben, bevor sie selbst mit den Nachahmungen begonnen habe.

Ihre Mutter ist überzeugt, dass der frühe Einstieg in den Sportverein zugleich die Eingewöhnung in den Kindergarten erleichtert habe. Dort wird den Kindern übrigens ebenfalls eine wöchentliche Sportstunde angeboten, die eine vom TuS entsandte Betreuerin leitet.

Die ältesten Anwärter fürs Sportabzeichen zählten in diesem Jahr nicht zur Seniorenklasse. Vielmehr teilten sich zwei Angehörige des Jahrgangs 1973 das Prädikat „ältester Teilnehmer“. Peter Welling wollte vor allem seinen Kindern ein Vorbild sein und beteiligte sich deshalb an den geforderten Disziplinen fürs deutsche Sportabzeichen. „Sport macht Spaß“, war für den dreifachen Vater die Botschaft, die er mit seiner Teilnahme zu vermitteln trachtete. Selbst schaffe er es normalerweise eher selten, sportlich aktiv zu werden. „Ich versuche, Bewegung in den Alltag zu integrieren“, erklärte er. Etwa mit Treppensteigen, Joggen oder Radfahren. Sein Altersgenosse Christian Hirt konnte da schon ein paar mehr Vorteile für sich verbuchen. Der Mann spielt Handball und amerikanischen Football. In Merzhausen? Natürlich nicht! Hirt hat den martialischen Sport in Bad Homburg gefunden. Und ja, beim Training der Sentinels, denen er somit angehört, hat er schon so manche Blessur davon getragen – trotz dicker Schulterpolster und Gesichtsgitter. Aber als Hirt mit dem gleichaltrigen Kumpel auf die Rennstrecke startet, ist seine solide Kondition kaum zu übersehen.

Da dem TuS neben der Leichtathletik noch andere Abteilungen angehören, sahen die Veranstalter im Sportfest eine geeignete Gelegenheit, um einige der Gruppen vorzustellen. Dazu gehörte das Match einer Fußballmannschaft sowie eine Vorführung des neuerdings so beliebten Zumba-Trainings.

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