Tanzende Torten und festliche Reden

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Wenn ein Mitglied „eingetreten wird“ und später viele Jahre den Vorsitz hat, dann muss das ein besonderer Verein sei. Die TSG ist ein solcher und hat in 125 Jahren viel bewegt, wie der Festkommers zeigte.

Für Bürgermeister Marcus Kinkel ist die Turn- und Sportgemeinde (TSG) Niederreifenberg wegen ihrem perspektivischen Denken und Handeln ein Vorzeigeverein der Gemeinde. Die Integration von Neubürgern und Flüchtlingen, das ehrenamtliche Engagement bei Neubau, Sanierung und Pflege von gemeindlichen Gebäuden und Sportstätten seien vorbildlich. Welche Bedeutung der Traditionsverein über die Gemeinde hinaus hat, zeigten beim Festkommers zum 125-jährigen Bestehen auch die Reden zahlreicher Ehrengäste.

Sie kamen nicht mit leeren Händen, sondern mit Auszeichnungen und Geburtstagsgeschenken und mehr. Der Bürgermeister will persönlich dazu beitragen, dass die TSG im Jubiläumsjahr 125 Sportabzeichen erreicht. „Das wären doppelt so viel wie im Vorjahr, ein hehres Ziel“, meinte Vorsitzender Karl Breitung. Er verriet, dass Kinkel sich vorgenommen habe es in diesem Jahr auch zu probieren.

Warum sieben Gründungsmitglieder 1891 den ersten Turnverein in Niederreifenberg ins Leben gerufen haben, das gehe aus den Aufzeichnungen nicht hervor, so Breitung. Für ihn hat es einen triftigen Grund gegeben, Mitglied zu werden. „Als ich in die TSG eingetreten wurde – das war Gegenstand meines Ehevertrages …“, erzählte er schmunzelnd. Vorher sei für ihn Turnen und Sport dasselbe gewesen, erinnerte er an den Richtungsstreit zwischen den Traditionalisten und denen, die nur Sport treiben wollten.

Die Entwicklung in den vergangenen 25 Jahren habe aus dem ehemaligen Dorfverein eine regionale Größe gemacht, sagte er nicht ohne Stolz.

Auf die gesellschaftliche Bedeutung der TSG zielte das Grußwort von Landrat Ulrich Krebs ab, der die Schirmherrschaft übernommen hatte. Weil die TSG offen sei für neue Sportarten und Mitglieder aus der ganzen Region, sei sie zukunftsorientiert. Obwohl der Kreis mit der Hochtaunushalle das größte Geschenk bereits gemacht habe, habe er noch einen Scheck mitgebracht, meinte Krebs. Ihm bestätigte der Vorsitzende, dass die neue Halle dem Verein den Aufschwung auf inzwischen über 900 Mitglieder gebracht habe.

Vom Vizepräsident des Landessportbundes (LSB) Helmut Meister erhielt Breitung für seine Tätigkeit die LSB-Krawatte und für den Verein die Ehrenurkunde. Norbert Möller überreichte Ehrengabe und Urkunde des Sportkreises. Vom Ehrenvorsitzenden des Hessischen Turnverbandes, Rolf Dieter Beinhoff, gab es die Landesplakette und die Plakette des deutschen Turnerbundes. Die Festrede für die große Turnerfamilie der TSG hielt der ehemalige Turngauvorsitzende Egon Schmidt. Er stimmte ein Loblied auf den Sport an und hob hervor, dass die TSG bei niedrigen Beiträgen ein breites Angebot auf hohem Niveau biete. Für den Vorsitzenden des Turngaus Main-Taunus, Hanns-Joachim Geiger, war es bezeichnend, dass sich die TSG nicht auf den Erfolgen der Vergangenheit ausgeruht und als Partner der Kommunen und öffentlichen Hand auch ein Mitspracherecht habe. Vom Vorstand des Vereinsrings Reifenberg gratulierte Peter Bamberger und bezeichnete die TSG als starken und verlässlichen Partner.

Den musikalischen und tänzerische Rahmen bildeten Natalie Ries und Christine Mattay, die TSG Jazztanzgruppe und die Mamas.

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