Tauniden besichtigen Windräder

Unter Führung von Wanderwart Herbert Bube ging die Tour des Taunusclubs diesmal zum Windpark Weilrod. Gestartet wurde an der Grundschule in Riedelbach.

Unter Führung von Wanderwart Herbert Bube ging die Tour des Taunusclubs diesmal zum Windpark Weilrod. Gestartet wurde an der Grundschule in Riedelbach. Von dort führte der Weg am Flugplatz entlang auf die Rennstraße, eine historische Straßenverbindung aus dem Mittelalter, die von Mauloff kommend über den Eichelbacher Hof nach Hasselbach führt. Nach der Strecke von etwa acht Kilometern besichtigten die Tauniden die sieben Windräder. Die Geräusche der Flügel seien deutlich zu hören gewesen, da sich bei dem böigen Wind alle sieben Anlagen drehten, berichten die Wanderer. Sie finden, dass die Freiflächen, die auch nach einer Neubepflanzung zur Nutzung bestehen bleiben müssen, einen deutlichen Eingriff in Landschaft und Natur darstellen.

Der weitere Weg nach Cratzenbach vermittelte den Tauniden den Eindruck einer Idylle. Doch als sie sich den Sonnenuntergang hinter einem Bergrücken vorstellten, auf dem alle sieben Windkraftanlagen über dem kleinen Ort eine gewisse Unruhe oder gar Bedrohlichkeit erwecken, schien ihnen die Idylle jäh zerstört. „Diese Windräder bilden einen tiefen Einschnitt in die Landschaft des Naturparks Hochtaunus und zerstören das gewohnte Bild unserer Heimat“, stellte der Taunusclub fest. Die Wanderer hätten sich gefragt, ob es wirklich keine Alternativen zu diesen Industrieanlagen gibt, um den notwendigen Atomausstieg zu realisieren. Auf der weiteren Wanderung sei darüber noch heftig diskutiert worden.

(red)

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