Ein Telefon, das Hilfe verspricht

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Es ist das Ziel des Mehrgenerationenhauses, das Gemeinwesen so zu gestalten, dass jeder die Unterstützung bekommt, die er braucht, um am sozialen Leben teilhaben zu können. In dieses Konzept passt Novas mobil, das Hilfetelefon für Senioren. Stefanie Limberg stellte die Arbeit im Sozialausschuss vor.

Wann ist der Mensch alt? Diese Frage ist in der heutigen Zeit schwer zu klären, denn Menschen, die früher als Senioren bezeichnet wurden, gehen aktiv ins Alter. Als „junge Alte“ können und möchten sie die „alten Alten“, deren Grenze oft bei weit hinter 90 Lebensjahren beginnt, in vielen Dingen unterstützen. Es gibt immer mehr Ruheständler, die sich ehrenamtlich engagieren, aber auch viele, die Hilfe brauchen. Beide Gruppen sind bei Novas mobil, dem Hilfetelefon, das vom Diakonische Werk (DW) mit dem Hochtaunuskreis und der zuständigen Fachstellenleiterin Dr. Silke Heil eingerichtet wurde, richtig.

Der Kreis finanziert die Stelle der Ansprechpartnerin Wiebke Kayser-Bauch und Sachleistungen als Modell für drei Jahre. „Dann sehen wir weiter“, erklärte Stefanie Limberg, die fürs Mehrgenerationenhaus zuständige stellvertretende Leiterin des DW, den Mitgliedern des Ausschusses für Soziales, Jugend, Sport und Kultur. Vorsitzende Heidrun Mony (SPD) hatte sie eingeladen, über das Hilfetelefon und dessen Arbeit, das nun seit einem Jahr in Betrieb ist, zu berichten.

Aus dem Krankenhaus Entlassene, die nicht wissen, wo sie Hilfe bekommen können, kontaktarme Alleinstehende, die Abwechslung suchen, oder Menschen, die gerne einen Schachpartner hätten, sie alle können die Nummer wählen. Die Ansprechpartner hören zu, klären, was der Anrufer braucht, nennen Menschen oder Institutionen, die weiterhelfen, oder nehmen selbst Kontakt auf.

„Novas mobil hilft nicht selbst, aber wir haben in dem einen Jahr ein

Netzwerk aufgebaut

und wissen, welche Angebote es in den Städten und Gemeinden im Kreis gibt“, erklärte Stefanie Limberg. Denn Novas Mobil mit Sitz in Wehrheim ist für den ganzen Kreis zuständig. Bestreben sei es, Senioren so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dazu sei es gut, in jeder Kommune einen Stützpunkt einzurichten und eine Person als Ansprechpartner zu nennen, die sich auskennt, die weiß, welche Angebote es gibt und wo man Pflegeberatung, Gedächtnistraining oder Gymnastik für Ältere finden kann, wer dabei helfen kann, einen Antrag auszufüllen und beim Gang zum Amt begleitet, Dafür werden Ehrenamtliche wie die jungen Alten gesucht, die sich in der Gemeinde und mit den Angeboten auskennen.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass das Hilfetelefon eine gute Einrichtung ist und dass es unter dem Stichwort „demografischer Wandel“ immer wichtiger wird. Bürgermeister Gregor Sommer (CDU) verwies besonders auf die Ortsteile, wo ein selbstbestimmtes Leben für Senioren ohne Arzt und Einkaufsmöglichkeiten schwer sei. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos, das ist Stefanie Limberg ganz wichtig.

Das Hilfetelefon im MGH ist montags, mittwochs und donnerstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr sowie dienstags und freitags von 15 bis 17 Uhr besetzt und unter der Rufnummer (0 60 81) 9 58 99 31 zu erreichen.

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