Zum Thema: Was treibt einige Bürger zur AfD?

  • schließen

Die Äußerungen und Fragen der Anwesenden Bürger und Parteimitglieder ließen erkennen, dass diese politisch interessiert sind, sich durch den bestehenden Politikstil der etablierten Parteien aber nicht vertreten sehen.

Die Äußerungen und Fragen der Anwesenden Bürger und Parteimitglieder ließen erkennen, dass diese politisch interessiert sind, sich durch den bestehenden Politikstil der etablierten Parteien aber nicht vertreten sehen. In zumeist längeren Stellungnahmen äußerten sie ihre politischen Grundüberzeugungen.

„Bei Bernd Lucke sehe ich mittlerweile Einflüsse gewichtiger Fremdinteressen. Er wirkt, als sei er an die kurze Leine genommen worden und in seinem Handeln auch von politischer Korrektheit bestimmt“, so ein Statement. „Die aktuelle Berichterstattung der Medien zeigt, dass diese die politische Correctness (Angepasstheit) überwacht. Unsere Medien gehören doch längst zum Machtkartell in Deutschland.“

Die AfD solle sich ein Beispiel an der österreichischen FPÖ nehmen, so eine andere Stellungnahme. Trotz Anfeindung und Ausgrenzung verfolge diese erfolgreich ihren politischen Weg. „Wenn wir verleumdet werden, ist das ein Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so ein Zwischenruf.

Immer wieder wurde im Laufe der Diskussion die Frage aufgeworfen, ob der aktuelle Konflikt ein Streit zwischen Idealisten und Karrieristen innerhalb der Partei sei. Uneinigkeit bestand darüber, ob es um kontroverse Inhalte oder den Machtkampf unterschiedlicher Charaktere gehe.

Auf die Frage eines Anwesenden, wie sich die AfD gegenüber dem Islam und dem drohenden Bedeutungsgewinn der Scharia in Deutschland positioniere, antwortete Münch als Jurist. Das Thema habe tatsächlich zum Zeitpunkt der Parteigründung nicht im Fokus gestanden. Doch das habe sich geändert. „Für mich ist klar: In Deutschland gilt deutsches Recht. Das beinhaltet auch die Religionsfreiheit. Das darf aber nicht dazu führen, dass dadurch bei uns die Scharia eingeführt wird. Es ist undenkbar, dass bei uns ein anderes Recht gilt als die freiheitlich demokratische Grundordnung“, so Münch.

( map)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare