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Zum Thema: Widerstände und Bedenken

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Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie verschickte am 31. Juli 1991 einen bedeutenden Brief an den Verkehrsverband Hochtaunus.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie verschickte am 31. Juli 1991 einen bedeutenden Brief an den Verkehrsverband Hochtaunus. Mit dem Schreiben wurde dem Hochtaunuskreises die Unternehmensrechte zum Bau (Modernisierung) des Schienenstrecke Friedrichsdorf – Grävenwiesbach als nichtbundeseigene Eisenbahn des öffentlichen Verkehrs verliehen.

Damit war der Weg frei für sämtliche erforderlichen Modernisierungsmaßnahmen der Bahnanlagen in den Bahnhöfen und an den Haltepunkten sowie der Signal- und Stellwerksanlagen. Dadurch sollte die Fahrtgeschwindigkeit der Züge auf der Strecke von 60 auf 80 Kilometer pro Stunde erhöht werden.

Wie kontrovers die Investitionen noch 1990 diskutiert wurden, zeigt das Redeprotokoll des Vorsitzenden des Haupt- und Finanzausschusses des Kreistages Prof. Dr. Herbert Alsheimer (CDU) zum Nachtragshaushalt 1990:

„Wenn man von Schulpolitikern und Schulleitern im Vorfeld dieser Haushaltsberatungen ( . . . ) hört, die zu erwartenden Verluste aus dieser Bahn gefährden die Schulbaufinanzierung im Kreis, so ist das enttäuschend und falsch“, so Alsheimer. Enttäuschend, weil er von Pädagogen etwas mehr Weitblick und aktive Hilfe bei der Weckung von Umweltbewusstsein erwartet hätte. Falsch, weil das Risiko des Kreises für die Taunusbahn begrenzt gehalten werden konnte. „Unterstützen Sie die Taunusbahn. Dieses Projekt braucht und verdient Sympathie und Hilfe“, warb Alsheimer für das „ökologisch sinnvolle und strukturpolitisch notwendige Projekt der Regionalpolitik für die Städte und Gemeinden des Usinger Landes.“ map

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