Zum Thema: WWW: Wenigstens Weilrods Wald ist vernetzt

Wer in Weilrod mit LTE-Tempo surfen will, muss mit seinem Smartphone oder Tablett in den Wald. Dort „hat man Netz“, nicht aber in den Dörfern, stellte Bürgermeister Axel Bangert (SPD) am Donnerstag

Wer in Weilrod mit LTE-Tempo surfen will, muss mit seinem Smartphone oder Tablett in den Wald. Dort „hat man Netz“, nicht aber in den Dörfern, stellte Bürgermeister Axel Bangert (SPD) am Donnerstag beim Internet-Gipfel im Bauausschuss fest.

Er rief die am Tisch sitzenden Vertreter der Netzbetreiber dazu auf, beim Ausbau der Netze nicht nur auf die Wirtschaftlichkeit, sondern auch auf die Menschen im ländlichen Raum zu schauen, für die schnelles Internet existenzrelevant sei. Dass in Weilrod die Ortskerne noch gut versorgt seien, die Neubaugebiete, wo viele jüngere, internetaffine Menschen leben, aber nicht, sei ein Problem. Viele Bürger unterlägen einem Irrtum, indem sie Breitband mit Glasfaser gleichsetzten, aber gar nicht wüssten, dass sie mit ihrem TV-Kabelanschluss das schnelle Internet bereits im Keller haben. Bangert sah hier Aufklärungsbedarf. Auch Ausschuss-Chef Bernd Müller (FWG) bedauerte, dass nur dort Kabel verlegt würden, wo genügend Verträge abgeschlossen werden. Er regte an, den Bedarf kommunalübergreifend zu bündeln und so die Attraktivität für die Netzanbieter zu erhöhen. Jens Heuser (FWG) meinte, 50 mbit seien zwar momentan das Maß der Dinge, in zehn Jahren aber schon „kalter Kaffee“. Er forderte von den Anbietern schon jetzt, für die Zukunft Technologien mit weit höheren Datenraten zu entwickeln, da nur so Standortfaktoren für den Zuzug von Menschen, aber auch Unternehmen geschaffen werden könnten. Dass die Vertreter der Netzbetreiber betonten, dies im Blick zu haben und jede erdenkliche Straßenbaustelle nutzen, Kabel zu verlegen, sei sicher ein Ansatz. as

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