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Nach dem verheerenden Tornado, der vor wenigen Monaten über die Hessenmühle fegte und auch diesen Baum entwurzelt hat, fürchtet Heike Peschko nun das Hochwasser. Der Pegel der Usa steigt.

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Wie der Tornado 2017 der Hessenmühle geholfen hat

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„Die Mühle gehört uns nicht. Wir dürfen bloß eine Zeit lang für sie Sorge tragen.“ Mit dieser Einstellung öffnen die Besitzer der Hessenmühle die Pforten für Menschen mit Inspirationen. Vor einem dreiviertel Jahr hat ein Tornado regelrecht frischen Wind in die Sache geweht.

Sie alle aufzuzählen ist schlicht unmöglich. Zumindest in einer Tageszeitung. Auf ihrer kürzlich installierten Internetseite indes hat Heike Peschko eine Liste jener Menschen und Institutionen angelegt, die nach dem einschneidenden Ereignis im Frühjahr, dem zerstörerischen Tornado, spontan geholfen haben.

Und das, sagt Peschko, habe sie ungemein beeindruckt. Weit mehr sogar als der Tornado selbst. „Der war nach drei Minuten vorbei. Aber was danach geschah, diese Anteilnahme, die Dynamik, die da entstand – das war einfach überwältigend.“ Noch heute staunt sie über die schnelle und weitreichende Hilfe.

Heike Peschko, Ehemann Harald Ott und Sohn Peer haben vor sechs Jahren die Hessenmühle im Usatal bezogen in der Absicht, das denkmalgeschützte Gebäudeensemble zu sanieren und anschließend mit Seminarangeboten zu beleben. Denn die Familie – Ott ist Arzt, Peschko Sozialarbeiterin – denkt, fühlt und lebt naturnah und menschenfreundlich.

„Wir wünschen uns hier eine Gemeinschaft, die sich den ökologischen und sozialen Herausforderungen der Gegenwart stellt“, erklärt Heike Peschko auf der Internetseite. Sie beschreibt ihre Vorstellungen und Ziele, wie sich an „diesem wunderbaren Ort direkt im Naturpark Hochtaunus“ etwas bewegen lasse, um einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.

Zunächst aber habe sich die Sanierung der neun Gebäude auf dem 42000 Quadratmeter großen Gelände hingezogen, das beabsichtigte Gemeinschaftsprojekt verharrte eine Zeit lang als Zukunftsmusik. „Es gab noch so viel, was wir erst lernen mussten“, schildert die Mühlenbesitzerin, von sämtlichen handwerklichen Fähigkeiten bis hin zur richtigen Haltung der dort verbliebenen Schafe.

Ende Mai vergangenen Jahres kam der Tornado. „Der hat so richtig frischen Wind zu uns geweht“, lacht Heike Peschko heute darüber. Denn die Anteilnahme und Hilfsbereitschaft von Nachbarn, Bekannten, sogar völlig fremden Menschen, die aufkreuzten und einfach mit anpackten, empfanden sie und ihr Mann beinahe regelrecht als Schups nach vorne.

Nahezu 12 000 Euro kamen allein an Spendengeldern zusammen. Usingens Verwaltung, vor allem Forstmitarbeiter, unterstützten mit Rat und Tat, einige Firmen stellten vergünstigtes oder gar kostenloses Material oder Arbeitsgerät zur Verfügung.

„Fertig sind wir noch lange nicht“, räumt Heike Peschko ein. Aber ein Gutteil der vom Sturm abgeholzten Bäume ist verarbeitet, die Löcher in den Dächern gestopft. Inzwischen haben die Mühlenbesitzer auch im Hinblick auf ihr Zukunftsprojekt Nägel mit Köpfen gemacht. „Zu Anfang dieses Jahres hat das Finanzamt die Stiftung Hessenmühle als gemeinnützig anerkannt“, strahlt Heike Peschko.

Ein von außen erreichbarer Raum im Hauptgebäude der einstigen Mühle soll schon bald für Seminare und Workshops zur Verfügung stehen. Er ist mit einer kleinen Teeküche, einer eigenen Terrasse und einer Toilette ausgestattet.

Und was genau soll dort geschehen? Heike Peschko hat eine recht klare Vorstellung von den Möglichkeiten. „Wenn zum Beispiel jemand kommt und sagt, er würde gerne Kindern einen Malkurs anbieten – nur zu, der Platz ist da.“ Auch draußen. Wollte etwa jemand ein Bienenvolk auf dem Gelände aufstellen und betreuen, auch das wäre möglich. Nur Peschko selbst könnte diese Aufgabe nicht noch zusätzlich übernehmen. Sie versteht sich eher als „Pförtnerin mit Kompetenz“. Ihre Kompetenz, ihre eigene Qualifizierung als Coach, gedenkt sie durchaus für einige Angebote einzusetzen.

Aber das eigentliche Ziel sei es, Menschen in dem gemeinschaftsorientierten Bildungszentrum inspirierende Begegnungen zu ermöglichen.

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