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Zum letzten Mal stand Pfarrer Marcelinus mit den Messdienern am Altar in St. Georg.

Pfarrer Marcelinus nimmt Abschied

Tränen der Rührung

Eine gut besuchte Samstagabendkirche fand Pfarrer Dr. Marcelinus Zang Mvondo in Pfaffenwiesbach vor. Dort stand er das letzte Mal am Altar, um den Gottesdienst zu halten.

Von Tatjana Seibt

Es war ein bewegender Gottesdienst, den Pfarrer Dr. Marcelinus Zang Mvondo am Samstagabend in der katholischen St. Georgs Kirche hielt. Viele Gemeindemitglieder kamen, um ein letztes Mal den Vorabend zur heiligen Messe gemeinsam mit dem Pfarrer zu feiern, der sie seit 1. April 2008 begleitet hatte. Schon damals gab’s in der Gemeinde einen Empfangsgottesdienst und nun, zum Abschied, wollte der Kirchort nicht auf eine würdige Verabschiedung verzichten.

Mit Tränen der Rührung in den Augen und mit belegter Stimme dankte der Pfarrer den Gemeindemitgliedern. „Dank Ihrer Unterstützung und Hilfe bin ich Doktor der Theologie geworden und habe einen Schulbau für afrikanische Kinder organisiert“, stellte Marcelinus die beiden wichtigsten Projekte in seiner Zeit im Usinger Land heraus. Vieles habe ihn in seiner Zeit als Pfarrer sehr berührt, und diese Erinnerungen nehme er mit in seine Heimat Kamerun. Man habe ihn bestärkt und ermutigt, auf dem Weg weiter zu gehen. Worte, die er in seinem Herzen bei sich tragen werde und die ihn auf seinem künftigen Weg begleiten werden.

„Im Lauf meiner Zeit bin ich mit ihnen Sohn, Bruder und geistlicher Vater geworden“, lobte er die Gemeinde, die ihn über die Jahre im Taunus begleitet hatte. Deutschland sei für ihn eine Art zweite Heimat geworden. Es sei ein Ort der menschlichen, geistigen und geistlichen Heilung. Ein Ort, an den er immer gerne zurückdenken und an den er sicherlich von Zeit zu Zeit zurückkehren werde.

Im Taunus werde man den Pfarrer in guter Erinnerung behalten, der sich mit einem „Vergelt’s Gott“ von den Gemeindemitgliedern verabschiedete. Eigens für ihn hatte Kirchenmusiker Elmar Feitenhansl gemeinsam mit der Schola aus Kransberg den Gottesdienst musikalisch vorbereitet, bei dem afrikanische und westindische Musik eine besondere Stimmung in den dem altehrwürdigen Kirchenbau verbreiteten. Musik, die den Pfarrer ganz offensichtlich ansprach, der mitsang und klatschte und etwas von der eigenen Lebensfreude an die Gemeinde zurückgab.

Nach dem Gottesdienst trafen sich die Gemeindemitglieder noch einmal zu einem kleinen Empfang im Gemeindehaus, wo viele Katholiken den kleineren Rahmen nutzten, um sich noch einmal persönlich von Pfarrer Marcelinus zu verabschieden, zu danken und ihm alles Gute zu wünschen. Auch kleinere Präsente gab’s für den Pfarrer zum Abschied, der den Pfaffenwiesbachern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Die offizielle Verabschiedung ist dann für den 6. September in Usingen geplant, bevor der Pfarrer den Taunus endgültig verlassen wird.

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