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Treffen der Schönen und Weichen

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Von: Evelyn Kreutz

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Die große Lokalschau der Kleintierzüchter dürfte nicht nur für Züchter interessant sein. In der Jahrtausendhalle gibt’s am Wochenende viel zu sehen, vom kleinsten Huhn der Welt bis zu gigantischen Kaninchen.

Leises Gurren, lautes Gackern und Schnattern und ab und zu ein Hahnenschrei sind seit gestern in der Jahrtausendhalle zu hören. Dort fanden am Nachmittag die ersten Wertungen statt. Welche Tiere haben den schönsten Wuchs? Welche Hühner, Tauben, Enten und Gänse haben das schönste Gefieder, welche Kaninchen das schönste Fell? Auch heute sind die Preisrichter wieder da. Dann werden die besten Exemplare gekürt. Morgen und am Sonntg stellen 17 der 48 Mitglieder vom Kleintierzuchtverein Niederreifenberg ihre gefiederten und kuscheligen Lieblinge öffentlich vor.

„Wir zeigen eine ganze Menge wunderschöne Rassetiere“, kündigte Vorsitzender Matthias Hegetö an. Er hob die Vielfalt der Ausstellungstiere hervor und sagte: „Das geht von den kleinen Zwerghasen „Farbenzwerge“, die circa 900 Gramm wiegen, bis zu „Deutschen Riesen“ mit rund zehn Kilogramm Gewicht“. Stolz ist er auf seine „Angora Kaninchen weiß Blauauge“. Die züchtet er erst seit Januar. „Da habe ich sie auf der Landesschau gesehen und mich sofort verliebt“, erzählte er.

Für die Hühner und das Wassergeflügel ist seine Frau Nicole zuständig. „Die Herrschaften für die Ausstellung vorzubereiten ist richtig viel Arbeit“, erzählte sie. Weil das Geflügel im Freien lebe, seien die Tiere immer voll Matsch. „Waschen, legen, föhnen, das hat bei den Hühnern geschlagene drei Stunden gedauert“, verriet sie schmunzelnd. Bei den Gänsen und Enten gehe es schneller, aber die müsse man erst einmal fangen.

Kleine Flauschkugeln

Sie zeigt außer Konkurrenz am Wochenende das kleinste Huhn der Welt mit im Schnitt 300 Gramm Gewicht. Ihre Serama-Hühner werden nicht bewertet, da die Rasse noch nicht in den Rassestandard des „Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter“ (BDRG) aufgenommen wurde. Zu sehen sind auch Serama-Küken, die erst am 1. November geschlüpft sind und als knuddelweiche Flauschkugeln ein „Kindermagnet“ sein sollen. Auch andere Hühner und Kaninchen dürfen nicht nur bewundert, sondern unter Aufsicht gestreichelt werden.

Bei den Hühnern gibt es auch „Kaventsmänner“, wie die bis zu sieben Kilogramm schweren der Rasse Jersey Gigant, und solche, die einfach nur schön und nicht alle Tage zu sehen sind.

Kecke Hühner

Ein Prachtexemplar der kecken Paduaner, von Melanie Förstl aus Weilrod gezüchtet, zeigte Schauleiter Horst Praxl. Er selbst stellt Kaninchen und Tauben und die wenigen Hühner aus, die ihm Fuchs und Marder übriggelassen haben. Während viele Aussteller kistenweise ihre Lieblinge brachten, kam Hans Kilb mit dem Schuhkarton unterm Arm. Mehr Platz brauchte Täuberich Jonathan nicht. Auch die sechs Kaninchen der Rasse „Widder groß“ hatte er schnell in den Käfigen verstaut.

Es lohnt sich zu den Kleintierzüchtern zu kommen. Dort gibt es Speisen und Getränke zu familienfreundlichen Preisen, beispielsweise hausgemachte Brezelknödel und Rahmschwammerl (4,50 Euro). Aber Schnitzel mit Pommes gibt es auch. Der selbst gebackene Kuchen soll auch zum Mitnehmen reichen. Außerdem wurden für die Tombola wertvolle Preise gestiftet. Für die Kinder ist eine Spielecke eingerichtet. Geöffnet ist die Schau in der Jahrtausendhalle in der Königsteiner Straße 12 am Samstag von 11 Uhr bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 Uhr bis 16 Uhr.

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