Den triefenden Wald gelöscht

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Im vergangenen Sommer hatten ungewöhnlich viele Waldbrände im Feldberggebiet die Einsatzabteilungen aus Nieder- und Oberreifenberg auf Trab gehalten. Grund genug, auch die Nachwuchsbrandbekämpfer auf diese Aufgabe vorzubereiten. Obwohl der Wald nicht nasser hätte sein können, die Beschaffung von Wasser wurde trotzdem geübt.

Etwas merkwürdig war es schon, wie die Mädchen und Jungs der Jugendwehren aus Nieder- und Oberreifenberg bis an die Knöchel im total aufgeweichten Waldboden versanken und den imaginären Waldbrand löschten. Dies obwohl die Sprinkler-Anlage der triefenden Bäume bestens funktionierte.

Nachdem die beiden Jugendwarte die Waldbrandübung schon einmal verschoben hatten, waren sie froh, dass es jetzt nur nieselte. Ihren Schützlingen schien das Wetter nichts auszumachen. „Je matschiger, desto mehr Spaß“, schienen einige Gesichter zu verraten. Und mal ehrlich: Wer ein guter Feuerwehrmann (oder gute Feuerwehrfrau) werden will, darf eben nicht zimperlich sein.

Als Tatort für die gemeinsame Waldbrandübung hatten Niederreifenbergs Jugendwart Marcel Schieler und sein Oberreifenberger Kollege Volker Niebergall den Parkplatz Waldsportanlage an der L 3025 kurz vor dem Roten Kreuz ausgesucht. „Dort haben wir genügend Platz und Wald um uns richtig austoben zu können“, so Schieler. Wenn’s richtig brennt, hat man den meistens nicht, aber zum Üben war es schon mal gut, dass die fünf Fahrzeuge dort abgestellt werden konnten. Drei von ihnen hatten für den schnellen Erstangriff Wasser an Bord.

Doch im Wald gibt es keine Wasserhydranten. Aufgabe des Feuerwehrnachwuchses war es daher mit Steckleitern und Folie ein Faltbecken mit einem Fassungsvermögen von 2000 Litern aufzubauen. Dort hinein pumpten sie die Tankfüllung eines Löschfahrzeuges. Im Notfall könnte aus dem Faltbecken weiter gelöscht werden und im Pendelverkehr von den wasserführenden Löschfahrzeugen Nachschub geholt werden. „Damit man nicht so viel Wasser braucht nimmt man kleinere Schläuche und stellt auf Sprühstrahl, dass löscht genauso effektiv“, wusste Tom und ergänzte: „Außerdem kann man damit besser manövrieren.“

Rund eine Stunde dauerte es, bis 7000 Liter umgepumpt und im ohnehin schon nassen Wald verteilt waren. Und dann mussten erst wieder die Schläuche ordentlich aufgerollt und alle benutzten Gerätschaften in den Wagen verstaut werden.

Im Gerätehaus in Niederreifenberg hatte Walter Liewald inzwischen den Grill angefacht und die Würstchen waren auch schon fertig. Um die Getränke haben sich wie immer Vivien und Angelina gekümmert.

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