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Tunnelsanierung Lahn-Dill nennt erste Zahlen

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Viel wir derzeit über die Taunusbahn diskutiert. Der Kreisausschuss des Lahn-Dill-Kreis betonte gestern: Die Chancen für den Erhalt der Strecke bis Brandoberndorf stehen seiner Meinung nach gut.

Der Hasselborner Tunnel muss saniert werden. Das wissen alle beteiligten Parteien und auch diese Zeitung berichtete mehrfach, zuletzt am Mittwoch. Jetzt hat sich der Lahn-Dill-Kreis in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet und sich noch einmal ganz klar zur Verbindung bis nach Brandoberndorf bekannt. Schon Mitte März 2015 hätten der Kreis und die Gemeinde Waldsolms klargestellt, dass sie hinter der Taunusbahn und der Streckenführung stünden, ist die Hauptbotschaft.

Die Taunusbahn sei ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Personennahverkehrs, der zukünftig durch eine teilweise Elektrifizierung und den Ausbau zu einer S-Bahn-Strecke weitere Beförderungen an sich binden und an Bedeutung gewinnen könne, heißt es in dem Schreiben, in dem auch festgestellt wird, dass der Hasselborner Tunnel „ein wichtiger Bestandteil der Streckenführung“ sei. Klar sei auch: „Der Tunnel muss saniert werden, um die komplette Streckenführung weiterhin aufrechterhalten zu können.“

Inzwischen lägen erste Ergebnisse zum Sanierungsaufwand vor, auch gab es Laut Kreis „positiv verlaufende Gespräche“ zwischen Land, den beteiligten Landkreisen Lahn-Dill und Hochtaunus sowie dem Verkehrsverband Hochtaunus (VHT) und dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV).

2,5 Millionen Euro 2016

Landrat Wolfgang Schuster (SPD) und Erster Kreisbeigeordneter Heinz Schreiber (Grüne) freuen sich: „Die Sanierungskosten werden nicht so hoch ausfallen wie befürchtet. Bisher vom VHT durchgeführte Reparaturen haben sich bewährt – der Zustand des Tunnels hat sich stabilisiert, Notreparaturen waren bzw. sind nicht notwendig.“

Mit rund 2,5 Millionen Euro werde 2016 zu rechnen sein. Dann seien weitere Maßnahmen zu prüfen. Insgesamt werde mit einem maximalen Sanierungsaufwand zwischen 6 und 9 Millionen Euro gerechnet.

Besondere Unterstützung erhoffen sich die Landkreise und Gemeinden von Land und RMV, die „voraussichtlich einen Großteil der anfallenden Kosten für die Sanierung des Hasselborner Tunnels übernehmen werden“, so zumindest die Lesart des Kreises. Die Restfinanzierung soll dann zwischen Lahn-Dill-Kreis, der Gemeinde Waldsolms und dem Verkehrsverband Hochtaunus geklärt werden.

Schuster und Schreiber sind zuversichtlich: „Alle Beteiligten ziehen an einem Strang und haben großes Interesse am Fortbestand der Taunusbahn mit der aktuellen Streckenführung – gute Voraussetzungen, das Projekt voranzubringen.“

(tz)

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