Heike Anders, Victoria Vogel, Monja Jung und der UCV-Vorsitzende Vlado Katrusa (von links) freuen sich, am kommenden Samstag den Faschingsauftakt feiern zu können.
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Heike Anders, Victoria Vogel, Monja Jung und der UCV-Vorsitzende Vlado Katrusa (von links) freuen sich, am kommenden Samstag den Faschingsauftakt feiern zu können.

Närrisches Treiben

UCV startet mit gedämpfter Vorfreude in die nächste Kampagne

  • VonMatthias Pieren
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Der Maskenball und interne Vereinsfeiern werden in Usingen mit Zurückhaltung organisiert. Doch Hoffnung ist noch da.

Usingen -Generationen von Mädchen standen seit Gründung des Usinger Carneval-Vereins (UCV) vor 70 Jahren mit der Garde auf einer Bühne. Das große Kribbeln im Bauch und der verdiente noch größere Applaus des närrischen Volkes bei den rauschenden Prunk- und Fremdensitzungen inklusive. Auch für Monja Jung, Virginia März und Victoria Vogel begann vor mehr als 20 Jahren eine wunderbare Zeit als Gardemädchen. Längst tanzen sie in der Showtanzgruppe des UCV. Für Victoria Vogel ist es in diesem Jahr bereits die 23. Kampagne - die ganz anders verlaufen wird als erhofft. Dazu später mehr.

Zuerst soll es um die Aktiven gehen, die während der UCV-Herbstversammlung geehrt wurden. "Ihr habt mittlerweile eigene Kinder, für die die Türen unserer Nachwuchsarbeit bei der Minigarde offenstehen", sagte der UCV-Vorsitzende Vlado Katrusa. Pandemiebedingt fanden schon eineinhalb Jahre lang keine größeren Treffen mehr statt. Als ganz großes Herzensanliegen bezeichnete er die Ehrung von Hans Toni Kisselbach. "Toni ist immer als Erster da, wenn ich die Tür aufschließe", würdigte Katrusa die Verlässlichkeit des einstigen Kellermeisters und Elferrat-Mitglieds, der nun auch Ehrenmitglied ist.

Natascha Moses wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Nicht ganz so lange, aber für einen jungen Mann keinesfalls selbstverständlich ist das 15-jährige Engagement von Maximilian Böttrich als Gardetänzer. "Du machst nach wie vor eine ,bella figura'", würdigte Katrusa dessen Treue als Hofmarschall, ohne den der UCV ziemlich alt aussähe. Böttrich ist mit seinem Team während der Kampagne die verlässliche Anlaufstelle für die Koordinierung der Besuche der Usinger Narren bei befreundeten Vereinen.

Früh übt sich, wer auf die Bühne will

Dass das Sprichwort "Früh übt sich" gerade bei den Gardemädchen nach wie vor höchste Bedeutung hat, sieht man an den Garde-Tänzerinnen Ece Usta und Marlen Walt, die bereits seit fünf Jahren aktiv sind.

Angesichts der Corona-Pandemie blicken die Vorstandsmitglieder mit etwas gedämpfter Vorfreude auf diese Woche, in der am Donnerstag um 11.11 Uhr auf dem Schlossplatz mit der Pachtzinsübergabe an den Bürgermeister die närrische Saison beginnen wird. Nur mit Mitgliedern will man am Samstag unter dem Motto "Petit Rouge" vereinsintern den Faschingsauftakt feiern.

"Es wird aber leider eine Kampagne ganz ohne Prunk- und Fremdensitzung und auch ohne Kreppel-Nachmittag und Kinderfasching sein", sagt Katrusa mit Blick auf die immer noch angezogene Handbremse, die er als Vorsitzender auch angesichts deutlich steigender Inzidenzwerte nicht loslassen möchte. "Wir wollen aber am 29. Januar einen Maskenball unter 2G-Bedingungen feiern."

Erfahrungsgemäß fühlen sich viele Bürger bei Outdoor-Veranstaltungen wesentlich wohler als bei großen Veranstaltungen mit vielen Besuchern in einer Halle. Deshalb ist man beim UCV hoffnungsvoll, und geht davon aus, Ende Februar am Faschingssamstag (26. Februar) auch den Buchfinkenumzug durchführen zu können.

"Es wird Zeit, dass wir in Usingen mal wieder die Macht übernehmen können", sagte der UCV-Vorsitzende mit spürbarer Vorfreude. "Notfalls wird es einen Umzug ohne anschließende große Party geben - aber wir hoffen alle, dass wir auf dem Schlossplatz nach dem Umzug richtig feiern können." Matthias Pieren

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