Strom weg, weil Kabel verlegt wurden: In der Usinger Wirthstraße sind Glasfaserarbeiten zugange.
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Strom weg, weil Kabel verlegt wurden: In der Usinger Wirthstraße sind Glasfaserarbeiten zugange.

Usingen

Und plötzlich ist der Strom weg

  • Nina Fachinger
    VonNina Fachinger
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Bei Glasfaserarbeiten werden in der Wirthstraße in Usingen erneut Kabel angebohrt.

Usingen -Schritt für Schritt, Straße für Straße wird das Glasfasernetz in Usingen verlegt, um künftig Breitband-TV oder große Computeranwendungen zu ermöglichen. Doch dafür müssen die Straßen aufgebuddelt und Glasfaserkabel verlegt werden.

Vor etwa drei Wochen wurde es für zahlreiche Haushalte in der Usinger Wirthstraße ganz plötzlich dunkel. Der Strom war weg, ein Kabel war durchtrennt. Dann, in der vergangenen Woche, funktionierten auf einmal Festnetztelefon und Internet nicht mehr - zumindest bei einigen Anwohnern. Grund für beides waren die Glasfaserarbeiten, die momentan in der Usinger Innenstadt stattfinden. Die Folge waren Beschwerden von Anwohnern bei der Stadtverwaltung.

"Es stimmt, dass dort offenbar ein Kabel angebohrt wurde - natürlich ist das nicht schön, dass das passiert ist", betont Hauptamtsleiter Michael Guth, der den Ärger der Anwohner durchaus gut verstehen kann, aber auch darauf verweist, dass die zuständigen Firmen schnellstmöglich versucht hätten, die entstandenen Probleme zu beheben.

Alles liegt kreuz und quer

Gerade in der Wirthstraße gebe es jedoch die Schwierigkeit, dass sowohl Stromanbieter wie die Syna als auch Telefonanbieter wie Telekom und Vodafone die Kabel nicht dort verlegt hätten, wo sie laut Lageplan liegen sollten - zumal die entsprechenden Lagepläne vor dem Digitalzeitalter noch per Hand angefertigt worden seien. "Mir hat ein Anwohner beispielsweise persönlich geschildert, dass die Kabel dort kreuz und quer in der Straße herumliegen", so Guth weiter. Somit sei es nicht verwunderlich, dass dieses Kabel-Wirrwarr bei Bohrungen zu Problemen führen kann.

Ein weiterer Umstand habe in diesem Zusammenhang zusätzlich Schwierigkeiten verursacht: Denn offenbar entspreche die Tiefe, in der die unterschiedlichen Kabel verlegt wurden, nicht immer der Norm. Die Kabel von Syna, Telekom und Vodafone seien, so Guth, offenbar nicht überall in der eigentlich vorgeschriebenen Tiefe von 60 Zentimeter verlegt worden. Stattdessen würden die Kabel die Bohrungen der Deutschen Glasfaser, die in 40 Zentimeter Tiefe stattfinden, immer wieder kreuzen. Somit kann es mitunter passieren, dass Kabel angebohrt werden, die eigentlich nicht angebohrt werden sollten.

Endabnahmen durch die Stadt

"Wir in der Usinger Stadtverwaltung sehen da einen Zusammenhang. Denn eigentlich hätten solche Geschehnisse bei den Arbeiten der Deutschen Glasfaser gar nicht auftreten dürften, wenn die bisher im Boden liegenden Kabel vorschriftsgemäß in 60 Zentimeter Tiefe verlegt worden wären", sagt der Hauptamtsleiter. Merkwürdig sei jedoch auch, dass in keiner anderen Straße in Usingen als in der Wirthstraße bislang solche Probleme aufgetaucht seien, findet Guth.

Bleibt nur noch, die aufgerissene Straße (die ja erst vor einiger Zeit vollständig erneuert wurde), wieder zuzuschütten. Das habe die Stadtverwaltung aber im Blick, versichert Guth. "Wir haben ja bisher auch schon Endabnahmen an anderer Stelle gemacht, die alle zu unserer vollen Zufriedenheit abgeschlossen worden sind. Und auch in der Wirthstraße wird der alte Zustand wieder hergestellt", versichert er.

Von Inka Friedrich

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