Hasselbach gegen geplante Windräder

448 Unterschriften

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Die Ortsbeiratssitzung fand wenig Interesse in der Einwohnerschaft. Denn die großen Themen wurden bereits im Juli behandelt, sind aber immer noch nicht befriedigend gelöst.

Lag es an den Themen, dass die Ortsbeiratssitzung am Freitag lediglich acht Zuhörer in die Alte Schule lockte? Es war ohne Frage und wie erwartet eine Zweitauflage der Juli-Sitzung mit den immer noch nicht abgearbeiteten Themen ums Ortsbeiratsbudget, dem Buswendeplatz und der Unterschriftensammlung gegen die Windräder auf dem Kuhbett.

Ortsvorsteher Stefan Mühle (CDU) war beruflich verhindert und wurde von Petra Sieber (CDU) vertreten. Gekommen waren aber auch die Windkraftgegner, allen voran Ex-Ortsvorsteher Reinhold Kilb. „Es ist bereits eine Minute vor zwölf“, erinnerte er den Ortsbeirat, in Sachen Windkraft auf dem Kuhbett zu handeln.

Die 448 gesammelten Unterschriften von Hasselbach seien inzwischen beglaubigt, bestätigte Petra Sieber. Die Gebühr über 64,26 Euro werde der Ortsbeirat übernehmen. Der Termin zur Übergabe, zusammen mit den Nachbargemeinden Schwickershausen und Dombach stehe bevor und soll medienwirksam vonstatten gehen, berichtete sie. Es gebe aber noch keinen genauen Termin.

Felix Scheib (Grüne) erinnerte daran, dass Bürgermeister Axel Bangert (SPD) zu diesem Thema versprochen habe, die Regierungspräsidenten aus Darmstadt und Gießen an einen Tisch zu bringen und die kritische Situation für Hasselbach, das nach dem Bau der Riedelbacher Windkraftanlagen mit weiteren Anlagen umzingelt werde, klar zu machen. „Die Kommunalpolitik muss jetzt Flagge zeigen“, verlangte Reinhold Kilb. Dass die Gemeindevertretung bereits den Bau abgelehnt habe, wie Jörg Erwe (SPD) erinnerte, war dem Sprecher der Bürgerinitiative Rennstraße zu wenig. „Einen Schmusekurs können wir nicht mehr fahren“, sagte Kilb und forderte nachdrücklich jetzt massiv gegen die Pläne zum Bau von weiteren Windrädern vorzugehen.

Für Samstag, 3. Oktober, lädt die Bürgerinitiative Rennstraße um 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ins Backes ein. Reinhold Kilb will dort die gemachten Erfahrungen offenlegen und hofft, weitere Mitstreiter zu finden.

Er machte auf die Fristen aufmerksam: Vom 6. September bis 7. Oktober liegen die Pläne offen. „Sechs Wochen bleiben dann noch Zeit für Stellungnahmen“, erklärte er. Die Bürgerinitiative werde auf alle Fälle dazu eine Stellungnahme verfassen. Bisher sei von öffentlicher Seite keine genaue Auskunft zu bekommen, bemängelte er.

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