Wie lange ist ein Schulbesuch für Kinder noch möglich? Diese Frage beschäftigt viele Eltern im Usinger Land.
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Wie lange ist ein Schulbesuch für Kinder noch möglich? Diese Frage beschäftigt viele Eltern im Usinger Land.

Zwei infizierte Kinder

Zwei Corona-Fälle an Grundschule in Usingen – Gerüchte um weitere Schule unbestätigt

  • Nina Fachinger
    vonNina Fachinger
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An der Astrid-Lindgren-Schule in Usingen im Hochtaunuskreis haben sich zwei Kinder mit dem Coronavirus infiziert. Alle Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. An einer anderen Schule gibt es hingegen doch keine Corona-Fälle. 

  • Zwei Schüler der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Usingen haben sich mit Corona infiziert.
  • Gerüchte über Infektionen an einer weiteren Schulen in Usingen sind nicht bestätigt.
  • Zum Schulbeginn verteilte der Hochtaunuskreis Masken und Hygienesets.

Usingen – Wie dynamisch die Entwicklung des Infektionsgeschehens an Schulen im Hochtaunuskreis ist, zeigen zwei Coronavirus-Fälle an der Grundschule Astrid-Lindgren-Schule (ALS) in Usingen. Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte die Pressestelle des Hochtaunuskreis, dass sich zwei Schüler mit dem Virus infiziert haben. Es gebe in jeweils zwei Klassen jeweils einen Fall von Corona, so Kreissprecherin Andrea Nagell, die noch ergänzt, dass das Thema aber nicht neu sei. Weitere Infektionen seien nicht bekannt. Der Schulbetrieb an der ALS sei aktuell nicht gefährdet. Und auch an weiteren Schulen gebe es keinen weiteren Fall, heißt es.

Damit wurden die Gerüchte, dass eine Oberstufenschülerin an der Christian-Wirth-Schule (CWS) positiv getestet wurde und darüber hinaus noch weitere Schüler und auch Lehrer, vom Gesundheitsamt nicht bestätigt.

Die beiden Schüler/Schülerinnen seien nur wenige Stunden im relevanten Zeitraum in der Schule gewesen, so der Kreis, der sich bei dieser Auskunft auf Angaben der ALS beruft. Daher würden die Mitschüler als unmittelbare Kontaktpersonen gelten und seien nun vorsorglich in häuslicher Isolation. Gleiches gelte für alle anderen unmittelbaren Kontaktpersonen der beiden Grundschüler. Die beiden betroffenen Schüler selbst sind in Quarantäne.

Corona in Usingen: Keine gegenseitige Ansteckung

Für alle ALS-Grundschüler, die im Rahmen einer Reihenuntersuchung auf Covid-19 getestet worden seien, gebe es negative Test-Ergebnisse. "Die beiden aktuellen Fälle in der Astrid-Lindgren-Schule sind nach Einschätzung des Gesundheitsamtes jedoch unabhängig voneinander zu betrachten. Es ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht davon auszugehen, dass sich die Schüler gegenseitig infiziert haben", heißt es in der Antwort des Kreises.

Bereits am vergangenen Donnerstag seien die positiven Befunde bekannt geworden. Schulleitung und staatliches Schulamt seien informiert worden. Gemeinsam mit dem Gesundheitsamt sei geprüft worden, wann und ob die Kinder zuletzt in der Schule gewesen seien.

Nach dem Bekanntwerden der beiden Fälle, habe das Gesundheitsamt unverzüglich gehandelt, sei in Kontakt mit der Schule und den betroffenen Familien getreten, so die Pressestelle. Unmittelbar Betroffene hätten direkte Informationen noch am vergangenen Wochenende über die Schulleitung, sowie das Gesundheitsamt erhalten.

Corona im Hochtaunuskreis: Schnupfen ist kein Ausschlussgrund

Der Hochtaunuskreis hat nach eigenen Angaben als einziger Schulträger in Hessen Starterhygienesets inklusive einer Maske für rund 20 000 Schüler plus Lehrer und weitere Personen, die an der Schule beschäftigt sind verteilt. Darüber hinaus müsse die Versorgung mit Hygienemitteln eigenverantwortlich sichergestellt werden. Bisher scheinen die Schulen mit den Hygiene-Konzepten des Hessichen Kultusministeriums zufrieden, zumindest liege keine Nachricht vor, dass es Nachbesserungsbedarf gebe.

Tritt bei Kindern oder Jugendlichen eines der folgenden Symptome auf, gelte ein Ausschluss von der Teilnahme am Unterricht und ein Betretungsverbot der Schule:

  • Fieber (ab 38,0°C). Eltern sollen auf eine korrekte Durchführung der Temperaturmessung achten, je nachdem, mit welcher Methode und welchem Gerät Sie die Temperatur messen.
  • Trockener Husten, das heißt, ohne Schleim und nicht durch eine chronische Erkrankung wie Asthma verursacht. Ein gelegentlicher Husten beziehungsweise ein gelegentliches Halskratzen führe zu keinem automatischen Ausschluss.
  • Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns (nicht als Begleitsymptom eines Schnupfens).

Nach zwei Corona-Fällen an Grundschule in Usingen: Telefonnummer für besorgte Eltern

Alle Symptome müssen akut auftreten, Symptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant. Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen sei ausdrücklich kein Ausschlussgrund. Die Eltern entscheiden je nach Befinden ihres Kindes, ob sie telefonisch Kontakt zum Hausarzt/Kinderarzt.

Besorgte Eltern können sich an das Gesundheitsamt des Kreises wenden. Ferner beantwortet das Bürgertelefon Fragen, Telefon (061 72) 9 99-47 99 - von 8 bis 17 Uhr. ( Von Nina Fachinger)

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