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Durch das Neubaugebiet Schleichenbach II hat Usingens Einwohnerzahl einen gewaltigen Sprung gemacht. Die Bevölkerung wächst aber auch durch eine konsequente Innenstadt-Verdichtung.

Usingen

Usingen knackt 15 000 Einwohner-Marke

  • vonMatthias Pieren
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Schallmauer durchbrochen - Bevölkerungswachstum stellt die Stadt Usingen aber auch vor neue Herausforderungen.

Usingen – Fast 1000 Einwohner haben seit 2015 in der Kernstadt von Usingen und den Stadtteilen ein neues Zuhause gefunden. Das Bevölkerungswachstum resultiert aus Zuzügen ebenso wie aus einer positiven Geburtenentwicklung - natürlich abzüglich der Abmeldungen und der Sterbefälle.

Nach Angaben des Einwohnermeldeamtes waren in Usingen zum Stichtag am 30. Juni 2020 insgesamt 15 018 Einwohner mit einem Hauptwohnsitz gemeldet. Ende 2019 lag die Zahl bereits bei 14 937. Erstmals ist also die 15 000er-Schallmauer durchbrochen. Ende 2015 waren es noch 14 025 Einwohner. In der genannten Zeitspanne entspricht das einem Plus von sieben Prozent.

Wer mit offenen Augen in der Usinger Kernstadt unterwegs ist, kann den Grund für diese Entwicklung allerorten sehen. Nicht nur das Neubaugebiet Schleichenbach II hat das Bevölkerungswachstum befeuert. Neue Mehrparteienhäuser wurden im Westerfelder Weg und neben der katholischen Kirche bezogen. Gleiches gilt für die 20 Reihenhäuser in der Neutorstraße.

Unweit dieses neuen Quartiers wird aktuell ein Mehrparteienhaus ebenso fertiggestellt wie in der Weilburger Straße unweit des Krankenhauses. Zudem haben die Bauarbeiten für einen großen Wohnkomplex in der Hattsteiner Allee gegenüber der Zulassungsstelle begonnen.

"Usingen wird durch Neubaugebiete und eine Wohnraumerweiterung im Rahmen der Innenstadtverdichtung derzeit und auch in den kommenden Jahren einen Bevölkerungszuwachs verzeichnen", teilt die Stadt in ihrem Jahresabschluss für 2019 mit. Diese Entwicklung werde sich auch in der Altersstruktur der Bevölkerung bemerkbar machen. Dies stelle die Stadt zugleich vor andere Herausforderungen im Bereich der Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien sowie der kommunalen Infrastruktur, heißt es weiter.

Politik muss reagieren

Im Vergleich zum Jahresabschluss 2015 ist die veränderte Altersstruktur bereits zu erkennen: Mit 882 Kindern in der Altersspanne bis fünf Jahren verzeichnete die Stadt im vergangenen Jahr ein Plus von 100 Kindern im Vergleich zu 2015. Die Anzahl der Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter hat sich demnach innerhalb von fünf Jahren um 50 auf nunmehr 1778 erhöht.

Mit 9256 Einwohnern im erwerbsfähigen Alter bis 65 Jahren wies die Statistik Ende vergangenen Jahres ein Plus von mehr als 500 im Vergleich zu 2015 aus. Auch die Anzahl der gemeldeten Senioren über 65 Jahren (3021) hat sich seither um fast 230 erhöht.

"Die örtliche Politik muss sich bereits heute mit den Folgen des demografischen Wandels und der damit verbundenen kommunalen Neuausrichtung beschäftigen, denn diese Entwicklung wird mit zeitlichen Verzögerungen alle Kommunen treffen", heißt es in dem Jahresabschluss weiter.

Der Mitte April 2020 veröffentlichte Bericht mit allen für den kommunalen Haushalt bedeutenden Zahlen wurde freilich unter die nicht absehbaren Folgen und Auswirkungen des Lockdowns infolge der Corona-Pandemie gestellt. Von Matthias Pieren

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