Anja Willer stellt sich und ihre Arbeit dem Umweltausschuss vor. Ihr Schwerpunkt liegt auf Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus.
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Anja Willer stellt sich und ihre Arbeit dem Umweltausschuss vor. Ihr Schwerpunkt liegt auf Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus.

E-Tankstellen in Planung

Usingen: Umweltausschuss debattiert über Elektromobilität

  • vonTatjana Seibt
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Das erste Wahlkampfthema für den Kommunalwahlkampf scheint gefunden zu sein. Der Umweltausschuss diskutiert über Elektromobilität.

Usingen - Der Kommunalwahlkampf ist offenbar eröffnet. Den Anfang machten die Grünen am Montagabend im Umweltausschuss - und das bei einem Thema, das schon seit langem auf ihrer Agenda steht: Elektromobilität.

Dazu hatte die Verwaltung vor der Sommerpause zwei Vertreter der Syna in den Ausschuss eingeladen, die die Möglichkeiten und Standorte von E-Ladesäulen für Zwei- und Vierräder in der Kernstadt vorstellten. Für den Ausbau von Normal- und Schnellladestationen gebe es auch Fördermittel, hieß es seitens der Syna.

Stadt müsste eigene Mittel nehmen

Am Montagabend war der Ausschuss nun gefordert, sich auf ein weiteres Verfahren festzulegen, da inzwischen bekannt ist, dass die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen zumindest die Förderung von Schnellladestationen abgelehnt hat. Für normale Ladestationen hingegen steht die Antwort noch aus.

Die Verwaltung schlug vor, dass sich ein Arbeitskreis mit Teilnehmern aus jeder Fraktion, eventuell auch dem Ortsbeirat und der Syna bilde, die entsprechend über die weiteren Möglichkeiten, Kosten und Umsetzung zunächst in der Kernstadt, langfristig auch für die Stadtteile diskutieren. Allerdings schätzt die Verwaltung, so heißt es in der Erläuterung der Vorlage, dass die Stadt auch in Zukunft keine Förderung bekommen wird, da vermehrt in die Ballungsräume investiert wird, da es dort mehr Abnehmer gibt. Also könne die Stadt nur eigene Mittel nehmen oder Möglichkeiten suchen, wie man den privaten Ausbau von Schnellladestationen unterstützen kann.

Das wiederum war Anlass für Rüdiger Maas (Grüne), das Feuer zu eröffnen. "Will Usingen jetzt Tankstellenbetreiber werden?", fragte er in die Runde. Überhaupt sehe er keinen Sinn in einem Arbeitskreis, wenn doch der Fachausschuss mit dem Thema beauftragt sei. Auch der Antrag der FDP, der ohnehin Stein des Anstoßes für das Thema in der Stadtverordnetenversammlung gewesen sei, werde gar nicht weiter erwähnt.

In der Tat hatte die Verwaltung in ihrem Vorschlag vermehrt auf den Arbeitskreis als interfraktionelle Lösung gesetzt, doch das schien dem Grünen so gar nicht zu passen, der Sinn und Zweck mehrfach in Frage stellte, ebenso die Vorgehensweise der Verwaltung. Am Ende stimmte der Ausschuss aber bei einer Enthaltung für die Bildung eines Arbeitskreises, damit "im stillen Kämmerlein", wie Wernard es nannte, weiter diskutiert werden kann. Hauptamtsleiter Michael Guth geht davon aus, dass es grundsätzlich auch Fördermittel noch nach Dezember geben werde. In dem zu bildenden Arbeitskreis soll nun festgelegt werden, ob man kleinere Vorhaben direkt angeht, um, sofern Normalladestationen gefördert werden, diese Mittel mitzunehmen und parallel dazu an einem Gesamtkonzept arbeitet.

Virtuellen Rundgang anbieten

Seit Januar ist Anja Willer für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus zuständig. Die Verwaltungsmitarbeiterin nutzte die Sitzung, um sich und ihre Arbeit vorzustellen. Ziel für den Tourismus seien Usinger und Menschen aus dem Rhein-Main-Gebiet, die für einen oder mehrere Tage zu Besuch kommen. Um ein Konzept zu erstellen, arbeite Willer mit verschiedenen überörtlichen Institutionen zusammen und hat auch neue Ideen gefunden wie mit dem Geschichtsverein einen virtuellen Stadtrundgang zu erarbeiten.

Außerdem sei sie Schnittestelle zum Bauamt, wenn es um Stadtumbauten gehe, die das Erscheinungsbild verbesserten. Zudem werde ein neuer Werbeauftritt entwickelt und der Slogan "Usingen - überraschend vielfältig" mit Leben versehen. Dabei werden Print- und Online-Kanäle genutzt. Außerdem habe sie am Newsletter in der Corona-Hochphase mitgearbeitet. Tatjana Seibt

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