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Der Feldberg ? im Bild der Brunhildisfelsen ? lockt viele Tagestouristen an. In der gesamten Destination Taunus zählt man aber auch jährlich über 3,5 Millionen Übernachtungen.

Eine Menge Attraktionen

Das Usinger Land hat touristisch viel zu bieten

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Der Taunus umfasst als Urlaubsregion weit mehr als den Hochtaunuskreis. Der TTS bewirbt den kompletten Landschaftsraum zwischen Main, Rhein, Lahn und westlicher Wetterau. In Teil 2 der TZ-Serie über den Tourismus im Taunus stellen wir die Frage, ob und wie das Usinger Land in dieser touristischen Destination berücksichtigt wird.

Im Bewusstsein der Naherholungssuchenden aus Frankfurt reicht der Taunus lediglich bis zum Großen Feldberg. Im Winter hört er vielleicht an der Rodelwiese am Pechberg in Oberreifenberg auf.

Zugegeben: Für Cabrio- und Motorradfahrer führt im Frühjahr und Sommer vielleicht noch ein Wurmfortsatz des Taunus durch das Weiltal nach Weilburg oder über die Hochtaunusstraße nach Bad Camberg. Im Herbst locken die bunten Taunuswälder eventuell noch zum Aussichtsturm auf dem Pferdskopf. Das war’s dann aber auch.

Hat das Usinger Land überhaupt eine Chance, mit seinen Schönheiten und Sehenswürdigkeiten zu punkten und von Kurzurlaubern angesteuert zu werden? Nehmen wir doch einmal den 56 Seiten starken Haupt-Prospekt „Taunus. Die Höhe“ und die anderen Themenbroschüren zur Hand. Die ersten acht Seiten sind Naturerlebnissen vorbehalten. Auf den ersten beiden von acht Seiten werden unter der Rubrik „Natur & Erlebnis“ die beiden Naturparks in der Region (Naturpark Taunus und Naturpark Rhein-Taunus) und separat der Große Feldberg (Schmitten) vorgestellt.

Mit dem

Schinderhannes-Steig

ist das Usinger Land auf den folgenden drei Doppelseiten nochmals mit fünf von neun touristischen Highlights stark und prominent vertreten. Der führt von Kelkheim nach Weilrod, den Eschbacher Klippen, der Hochtaunusstraße von Bad Homburg über Schmitten und durch das Weiltal nach Bad Camberg, dem Hattsteinweiher (Usingen) und dem Heilklima Park Hochtaunus (Königstein und Schmitten).

In der Rubrik „Kultur & Geschichte“ finden sich mit Ausnahme des Limeserlebnispfades und des Römerkastells Saalburg fast ausschließlich Burgen, Schlösser und Kirchen aus dem Vordertaunus und aus anderen Landkreisen. Schade, dass in dieser Rubrik die Laurentiuskirche und der Nachbau des Usinger Schlosses (Christian-Wirth-Schule) samt Schlossgarten sowie das Rathaus-Ensemble nicht berücksichtigt wurden.

Für Familien werden Attraktionen auf sechs Seiten vorgestellt. Das Usinger Land wird auf den drei Doppelseiten mit gleich fünf von insgesamt neun Attraktionen als besonders familienfreundlich vorgestellt: Der Freizeitpark Lochmühle, das Freilichtmuseum Hessenpark und der Erlebnishof Köppelswiese von Klaus Keller in Obernhain waren dabei zu erwarten. Die Tierbrücke in Weilrod und der Natur-Erlebnispfad Wildschweinroute in Hausen-Arnsbach sind eine echte Überraschung. Überhaupt ist die Wildschweinroute mit ihren 15 Stationen im Usinger Land nicht unbedingt als touristische Attraktion bekannt.

Mit der Vorstellung in gleich drei TTS-Broschüren hat der Naturlehrpfad damit eine genauso prominente Stellung wie das Römerkastell Saalburg oder der Hessenpark. Mit dem Islandpferdegestüt Akazienhof in Seelenberg, den beiden Downhill-Pisten im neuen Bikepark Feldberg und dem Weiltalweg befinden sich auch drei der insgesamt zehn Outdoor-Attraktionen im Usinger Land.

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