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Verein soll Plattform für Hilfe werden

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Schatzmeisterin Renate Hartenstein, stellvertretender Vorsitzender Michael Hahn sowie Vorsitzende Charlotte Schäper (von links) freuen sich auf das erste große Projekt des neuen Vereins "Bürger helfen Bürgern". Es ist der Bürgerbus.
Schatzmeisterin Renate Hartenstein, stellvertretender Vorsitzender Michael Hahn sowie Vorsitzende Charlotte Schäper (von links) freuen sich auf das erste große Projekt des neuen Vereins "Bürger helfen Bürgern". Es ist der Bürgerbus. © msc

Der Bürgerbus steht zwar im Fokus, doch Ideen für weitere Projekte sind höchst willkommen.

Usingen -Es war die erste Mitgliederversammlung des neuen gemeinnützigen Vereins "Bürger helfen Bürgern", zu der Vorsitzende Charlotte Schäper am Dienstag in die Hugenottenkirche geladen hatte. Im Vordergrund stand natürlich der Bürgerbus. Ein Projekt, das von vielen Usinger Bürgern heiß ersehnt wird und wegen dem sich der Verein überhaupt gegründet hatte.

"Wir müssen aber auch andere Projekte ins Leben rufen, sonst verlieren wir unsere Gemeinnützigkeit", erklärte Charlotte Schäper. Sie nannte daher den Verein eine Plattform für Aktivitäten, bei der die Bürger ihre Ideen einbringen können, die dann vom Verein umgesetzt werden. Ihr Stellvertreter Michael Hahn machte deutlich, dass der Verein die Steuerpflicht tragen könne.

Wenig Beteiligung

Die Idee an sich hört sich ja richtig gut an. Dass aber nur einige wenige dieser Sitzung beiwohnten, das enttäuschte die Macher in den ersten Reihen dann doch. Aus der Politik war lediglich die SPD anwesend. "Die anfängliche Euphorie um den Bürgerbus scheint abgeflacht zu sein", formulierte Michael Hahn daher etwas frustriert.

Er erklärte die Idee, auch Usingen könne einen solchen Bürgerbus "wuppen", für relativ alt, da bereits vor Jahren dafür Infos gesammelt wurden und auch ein Erfahrungsobjekt in Nordhessen besucht worden sei. Ganz wichtig für die Genehmigung sei gewesen, den Bürgerbus nicht parallel zur Buslinie fahren zu lassen. Er wird von Ehrenamtlichen gesteuert und soll gerade für ältere Menschen mit Gehbehinderung die Grundversorgung sichern und somit das Mobilitätsangebot verbessern.

"Der Bus mit dem Nummernschild "USI-P 106E" ist startklar", versicherte Vorsitzende Charlotte Schäper. Er stehe allerdings noch in Darmstadt beim Händler. Es könne erst losgehen, wenn der für den Elektrobus benötigte Carport samt Ladestation auf dem Areal des Bauhofes installiert sei. Sie berichtete, dass es wichtig sei, den Standort des Busses auf gemeindlichem Areal zu platzieren. Der Plan ist, den Bus zunächst jeweils dienstags und Donnerstag von 8 bis 14 Uhr einzusetzen. "Wir werden ihn gebührend empfangen, wenn es so weit ist", versprach die Vorsitzende, wohlwissend, dass das noch bis Mitte Oktober dauern könnte.

Fahrer gesucht

Daher bleibt inzwischen genügend Zeit zur Akquise der Werbeschilder auf dem Bus. Renate Hartenstein will diesen Part übernehmen. Während sich Charlotte Schäper um alle organisatorischen Aufgaben kümmert, übernimmt Michael Hahn die Aufgabe, ein Büroteam zusammenzutrommeln. Ein ganz wichtiges Thema blieb aber immer noch übrig: Die Busfahrer. Selbst als Fahrer für die Tafel im Einsatz versprach Reinhard Danielzik, sich dafür einzusetzen, dass genügend Fahrer zur Verfügung stehen.

Damit Geld in die Kasse kommt, wurde ein Jahresbeitrag von 24 Euro für den Förderverein einstimmig von der Versammlung festgelegt. "Das sind nur 2 Euro im Monat", stellte Schäper fest. Von der Stadt stehen 5000 Euro zurzeit noch mit Sperrvermerk bereit. Birgit Hahn (SPD) erinnerte an die anstehende HFA-Sitzung, in der das Geld bereitgestellt werde. Firmen und Banken sollen zwecks Spenden angesprochen werden. Was dann noch fehlt, sind jede Menge Mitglieder, die mit ihren Beiträgen den Verein fördern, ihn unterstützen, mitarbeiten und bekannter machen. Denn der Verein möchte für Ältere, aber auch für die Jüngeren da sein, genauso wie für Kriegs- und Zivilgeschädigte oder behinderte Menschen. "Die selbstlose Unterstützung von Personen, die als hilfsbedürftig gelten, ist unser Ziel", bestätigte die Vorsitzende.

Der Bürgerbus passt da genau ins Konzept. Aber es gibt schon ein weiteres Projekt des Vereins "Bürger helfen Bürger". Mit dem Waldschutzprojekt Waldliebe soll multidimensional die Zukunft des Usinger Waldes gesichert werden. Der Plan ist, Einzelbürger, Vereine, Schulen und Kitas, örtliche Unternehmen sowie die Stadtverwaltung einzubinden und gemeinsam den Wald schützen. Das Projekt soll künftig aus vielen Einzelveranstaltungen bestehen.

Doch zunächst einmal soll der Bürgerbus an die Reihe kommen. Mitbürger, die sich in der Lage sehen, den Bus zu steuern, wenden sich bitte an:

Reinhard Danielzik per E-Mail reinhard.danielzik@gmail.com. Es ist kein Personenbeförderungsschein nötig, wie der Vorstand mitteilte.

Alle anderen Fragen beantwortet Charlotte Schäper unter der Telefonnummer (0 60 81) 9 66 57 69 oder mobil unter (01 73) 6 53 60 68. Von Monika Schwarz-Cromm

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