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Viele Interesse beim Tag der offenen Tür in der Buchfinkenstadt

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Von: Monika Schwarz-Cromm

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Für die neunjährige Nina brachte der Besuch in der CWS die Gewissheit: In dieser Schule möchte sie künftig weiterlernen.
Für die neunjährige Nina brachte der Besuch in der CWS die Gewissheit: In dieser Schule möchte sie künftig weiterlernen. © msc

CWS präsentiert sich den potenziellen neuen Schülern von ihrer besten Seite

Usingen. Am Samstag öffnete die Christian-Wirth-Schule (CWS) wieder das große Schultor für alle, die sich in dem inzwischen 101-jährigen Gymnasium umsehen wollten. Besonders die derzeitigen Viertklässler traten mit ihren Eltern wissbegierig ein und schnupperten für einen Morgen die Atmosphäre dieses Gymnasiums. Sie konnten sich dabei überzeugen, wie diese Schule menschlich funktioniert.

Mit dem Start der fünften Klassen gehören die jungen Besucher eventuell dann auch zur großen CWS-Gemeinschaft. Deshalb durften sie auch am offenen Unterricht der fünften und sechsten Klassen teilnehmen. Danach nahmen sich die größeren Schüler der Besucherschar an und führten in kleinen Gruppen über den Campus. Da musste Schulleiter Hans-Konrad Sohn natürlich ebenso sein Bestes geben und seine Schule im besten Licht vorstellen. Übrigens ist die Priorität aller Lehrer, den Schülern in neun Jahren all das mitzugeben, was sie benötigen, um studieren zu können, wie Sohn sagte.

Neugierig sein und bleiben

Er verwies auf die Klassenverbände, die bis zur zehnten Klasse eingehalten werden. Danach erst geht es für die Oberstufe im Kurssystem weiter. Die zweite Fremdsprache erlernen die Schüler ab der siebten Klasse. Natürlich gibt es die Möglichkeit für eine weitere Fremdsprache. Der Wahlpflichtunterricht kommt in der neunten und zehnten Klasse hinzu.

„Unsere Zielgruppe sind Grundschüler mit Gymnasialempfehlung“, erklärte Sohn den interessierten Eltern. Für die Neuen gelte es, neugierig und belastbar zu sein, Freude am Lernen zu haben, selbstständig zu lernen und die Bereitschaft für ein angemessenes Lernverhalten mitzubringen. „Wir vermitteln das Handwerkszeug dazu“, betonte der Schulleiter.

Zur Schule selbst berichtete er über einen einladenden, grünen Schulcampus mit mehreren modern ausgestatteten Gebäuden, die von 1100 Schülern genutzt werden. Immerhin 70 Prozent davon sind Fahrschüler.

Sie alle werden von rund 90 Lehrern unterrichtet. Dafür gibt es den Altbau, in dem die Verwaltung untergebracht ist, aber auch die Kunst und die Musik Platz findet. Und nicht zu vergessen, die siebten Klassen werden dort unterrichtet. Im Blechbau haben die Fünfer und Sechser ihre Klassenräume. Der Modulbau beherbergt die achten Klassen sowie die Fachräume für die Naturwissenschaften. „Die Mensa wird multifunktionell genutzt“, sagte Sohn. In ihr gibt es das Mittagessen, aber dort finden auch die städtischen Sitzungen und andere Veranstaltungen statt.

Vielfältige Zusatzangebote

Im Zwischentrakt sind der Raum für die Fahrschüler und das Büro der Sozialpädagogin untergebracht. Dann ist da noch die neue Halle für den Sport. Das Schwimmbad ganz in der Nähe wird auch von den Schülern genutzt.

Übrigens geht es in der CWS jetzt zurück zu G 9. Sohn beteuerte, auch dann allen Schülern in ihrer Verschiedenheit bestmöglich individuell gerecht zu werden. Dass sich das Unterrichtsangebot mit Qualität und Vielfalt darbietet, erläuterten am Samstag die vielen Lehrer sowie Schüler, die an Infoständen, Mitmach- und offenen Angeboten auf die Besucher zugingen und zeigten, was die Schule zu bieten hat. Es gibt nämlich zahlreiche Wahlfächer, AG, Förderangebote und Leistungskurskombinationen für die CWS-ler. Zu nennen sind unter anderem die Werkstatt Ernährung, der europäische Computerführerschein, Astronomie, kreatives Schreiben, Mineralogie und auch der Schulsanitätsdienst.

Vor allem aber gibt es ganz viel Musik - von einem Streichorchester, einer Jazz AG, zu den Holz- und Blechbläsern bis zu den Chören. Die Schüler können an Austauschfahrten und an Schülerwettbewerben im naturwissenschaftlichen Bereich teilnehmen.

„Hier möchte ich zur Schule gehen“, entschied die neunjährige Nina, die mit ihren Eltern zum Tag der Offenen Tür in die CWS gekommen war. Begeistert machte sie bei so manchen Mitmachangebot mit. Sie modellierte aus Knete ein Boot und befüllte es mit Centstücken. Da gab es aber auch noch die Idee, Glasröhrchen mittels Hitze zu zerschneiden oder brennende und zischende Wunderkerzen ins Wasser zu halten. Ninas Vater zeigte sich ebenso begeistert wie die Tochter. „Das ist einfach cooler Unterricht“, sagte er staunend, was bei den Experimenten so angeboten wurde.

Besonderes Aufsehen erregte das Foucaultsche Pendel, das über drei Stockwerke in die Tiefe ragte. Durch die große Pendellänge kann mit Hilfe dieses räumlichen Pendels ohne astronomische Beobachtungen am Himmel die Erdrotation nachgewiesen werden. Und das zog sehr viele Blicke auf sich.

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