1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus
  4. Usingen

Vier Jahrgänge zu Gast

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

ualoka_JahrgangstreffenM_4c
Klaus Pöhlmann (vorne, Vierter von links) hat zum Jahrgangstreffen eingeladen. FOTO: KREUTZ © Red

Usingen-Merzhausen. Nach zwei Corona-Jahren, in denen es nicht viel zu feiern gab, hat Klaus Pöhlmann beschlossen, in diesem Jahr zu seinem 74. Geburtstag eine große Jahrgangsfeier zu organisieren. Er hatte außer Freunden und Nachbarn auch die Frauen und Männer aus den vier Merzhäuser Jahrgängen 1947 bis 1950 und deren Partner oder Witwen eingeladen.

Pöhlmann wollte nicht ein weiteres Jahr bis zu seinem runden Geburtstag warten. Denn in den vergangenen Jahren haben sich die Reihen schon erheblich gelichtet. Daher nahm er das 60-jährige Jubiläum des Volksschulabschlusses zum eigentlich Anlass, sich mit den ehemaligem Schulkameraden zu treffen.

Weiteste Anreise von Lübeck aus

Sie hatten mit ihm in der Dorfschule die Schulbank gedrückt, einige danach später weiterführende Schulen besucht. Sein ehemaliger Banknachbar Bernhard Engers wohnt wie Pöhlmann und etliche andere noch heute in Merzhausen und erinnerte sich gerne an die gemeinsame Schulzeit mit viel Unterricht im Wald und Streichen in der Schule. Die weiteste Anreise hatte Dieter Kleinschmidt, der inzwischen in der Nähe von Lübeck wohnt.

Zu Beginn des Treffens erinnerte Pöhlmann an die inzwischen sieben Verstorbenen. Aber in seinem Rückblick zeigte er auch auf, dass aus den vier Jahrgängen sechs ehemalige Mitschüler ihre Ehepartner in Merzhausen ausgesucht haben. »Das glaubt heute keiner mehr, dass in einem so kleinen Dorf so viele ihren Partner gefunden haben«, meinte der Gastgeber schmunzelnd. Neun weitere Ehemalige haben sich damals in der direkten Nachbarschaft umgeschaut und ihr Glück in Gemünden, Oberlauken oder Usingen gefunden. »Aber sieben Schulkollegen aus unseren vier Jahrgängen hatten einen etwas weiteren Weg und haben quasi frisches Blut nach Merzhausen geholt«, stellt Pöhlmann fest. Bis nach Nord- und Oberhessen, aber auch nach Schwaben und sogar bis in die heutige Slowakei haben einige ihre Fühler ausgestreckt. »Von uns haben 22 und damit 90 Prozent geheiratet, nur drei sind solo geblieben«, so Pöhlmanns Statistik. Auch diejenigen, die nicht mehr in Merzhausen leben, hätten meist noch gute Beziehungen zu ihrer Heimat. Zum Kaffeetrinken hatten etliche einen Kuchen mitgebracht.

Spende für die Ukrainehilfe

Das Abendessen spendierte der Gastgeber. Er hatte auch den Shantychor aus Hasselbach und zwei Jagdhornbläser für Aufritte gewinnen können. Dann spielten Erhard Reuter und Jürgen Schütrumpf bis in den Abend hinein Livemusik.

In einer kurzen Ansprache thematisierte der ehemalige Pfarrer Dr. Peter Stenzel den Ukraine-Krieg und bat im Namen von Pöhlmann um Geldspenden. Am Ende stockte das Geburtstagskind den Betrag auf 1200 Euro auf. Besonders freute sich Pöhlmann, dass seine früheren Schulkollegen den Wunsch geäußert haben, sich künftig jedes Jahr zu treffen.

Auch interessant

Kommentare