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Katja Wagner begeisterte mit einem Repertoire von Helene Fischer bis Joseph Haydn. Archiv-

Volles Haus beim Konzert

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Das Konzert in der evangelisch- methodistischen Kirche war ein Heimspiel für Katja Wagner. Die Sopranistin sang Stücke, die allen unter die Haut gingen.

Wenn Katja singt, ... bekommen sogar die Kirchenwände Gänsehaut. Wie das jüngste Konzert Katja Wagners auf die Besucher wirkte, konnte man im Anschluss an dieses erfahren, als die Gäste zu einem Umtrunk im Untergeschoss des Gemeindezentrums zusammenkamen. Dort war das Konzert natürlich noch Gesprächsstoff Nummer eins, und von Gänsehaut berichteten fast alle, die man darauf ansprach. Die eine hatte sie bei diesem, der andere bei jenem Stück, denn das Spektrum war sehr breit.

Wagner ist ausgebildete Sopranistin und daher für Arien mit klassischem Coleur prädestiniert. Auf diese Sparte lässt sich die Sängerin allerdings nicht festlegen. Das Programm ihres Solokonzerts war vielmehr eine bunte Reise durch „Katjas Musikwelt“, und in dieser spielt sie auch gerne einmal Helene Fischer. Warum nicht, wenn es passt, und es passte. „Ich will immer wieder dieses Fieber spür’n“ lautete ein Titel, doch bis dahin hatte das Fieber auch die Fans schon längst ereilt.

Und Fans hat sie zweifellos, denn wenn ihr Solokonzert ansteht, füllt sich die Brombacher Kirche wie ein Fußballstadion, wenn die Bayern spielen, da will jeder dabei sein, und es mussten sogar Stühle beigestellt werden.

„Close your eyes, take my hand, do you feel my heart beating?“ Wenn dieser Schmusesong keine wohligen Schauer auslöst, welcher dann? „Eternal Flame“, so heißt die Nummer eins von 1989, die Bangles sangen den Hit, und die bildeten zusammen mit Helene Fischer und Udo Jürgens den Pop-Block „im Stadion“. „Merci Cherie“, „Ich war noch niemals in New York“ rundeten ihn ab.

Aber es gab im Gotteshaus auch „Hausmusik“: „Wunderbar großer Erlöser“, „In deinen Händen steht die Zeit“, das Spiritual „Deep River“ und die koreanischen Gospel „Maranatha“ sowie „Unerklärbare Liebe“ gehörten in diese Rubrik. Die koreanische Komponente kam durch Jung Hea Gitzel ins Repertoire, denn sie ist nicht nur Gesangslehrerin, sondern begleitete die Wagner auch am Klavier. Da musste einfach alles stimmen. Zur weiteren musikalischen Unterstützung kamen Britta Diederich, E-Bass und Klavier, Julian Wagner, Gitarre und Klavier, sowie Benjamin Wagner am Schlagzeug. Als handverlesen muss auch der Chor verstanden werden, der sich aus Mitgliedern des Kirchenchores sowie aus den Gesangsklassen Jung Hea Gitzels zusammensetzte.

Zurück zum Gänsehaut-Repertoire: Zu dem gehörte auch „Summertime“ aus Gershwins „Porgy an Bess“, „Don’t cry for me Argentina“ aus dem Lloyd-Webber-Musical „Evita“ sowie der Soundtrack Pearl Harbor „There You’ll Be“ von Diana Warren.

„Kaum dass man sich kennen soll, muss man auch schon wieder scheiden“, das Konzert verging viel zu schnell, und das herzerwärmend gesungene „Abschiedslied“ von Haydn leitete praktisch sein Ende ein. Aber es sollte noch ein Gospel-Klassiker folgen: In „Oh Happy Day“ konnten der Chor noch einmal alles hineinlegen und den Besuchern zusammen mit Katja Wagner den Abschied versüßen.

Bei Umtrunk und Imbiss hatten die Gäste genügend Zeit, noch ein wenig im Nachhall der Musik zu schwelgen. Ihr Publikum derart in den Bann zu ziehen schafft Wagner nicht nur durch ihr Talent, ihre ausgebildete Stimme und dem angenehmen Timbre, sondern auch mit ihrer aus dem Herzen kommenden Leidenschaft für das Singen.

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