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Der alte Bauhof in Pfaffenwiesbach soll abgerissen werden, nun plant die Freiwillige Feuerwehr eine Abrissparty der besonderen Art.

Motto-Feier

Vorm Abriss wird der Bauhof zur Party-Meile

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Mit dem Verkauf des Bauhof-Geländes in Pfaffenwiesbach will die Gemeinde Geld verdienen und weiteren Wohnraum schaffen. Geld verdienen will die Freiwillige Feuerwehr dabei auch und hat eine pfiffige Idee, wie.

Mit dem Verkauf des ehemaligen Bauhofs und des alten Jugendzentrums in Pfaffenwiesbach will die Gemeinde Flächen für Wohnraum schaffen. Dazu soll auch der angrenzende Spielplatz verändert werden. Insgesamt geht es um eine Fläche von 0,29 Hektar, wovon allein 0,14 Hektar als Wohnfläche vorgesehen sind.

Mit dem Verkauf der Fläche schlägt die Gemeinde gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen wird die Gemeinde die beiden seit Jahren ungenutzten Gebäude los, zum anderen spült der Verkauf wieder Geld in die Kasse. Vor allem das Jugendzentrum hatte die Gemeinde an dieser Stelle bereits vor einigen Jahren aufgegeben und dem Nachwuchs statt dessen eine Bleibe in dem ehemaligen Backhaus neben der Alten Schule verschafft. Der alte Bauhof war zuletzt nur noch als Lagerstätte genutzt worden, unter anderem für das Streusalz. Derzeit beschäftigt sich das Bauamt mit den Planungen, wo für die künftigen Häuslebauer Kanal und Anschlüsse und eine Stützmauer verlaufen können.

Die Pläne des Bauamts brachten die Freiwillige Feuerwehr Pfaffenwiesbach auf eine interessante Idee. „Wir planen dort eine Abriss-Party steigen zu lassen“, sagte Jugendwart Peter Breitfelder. Nein, die Party bedeute nicht etwa, dass die Brandbekämpfer selbst die Abrissbirne auffahren und der Gemeinde die Arbeit abnehmen. Aber sie nehmen die innerörtliche Veränderung gerne zum Anlass, um dort eine denkwürdige Party im und vor dem Bauhof-Areal zu organisieren.

Und das soll eine Motto-Party werden wie sie im Buche steht. Neben dem Termin, vorgesehen ist Samstag, 21. Juli, um 19 Uhr, gibt es auch schon ganz konkrete Ideen, was die Besucher an diesem Abend erwartet. Da wäre zunächst die Band „The Bad Homburgs“ bei denen Peter Breitfelder selbst als Musiker mit von der Partie ist. In der Rhein-Main-Region zu Hause spielen sie stets vor großem Publikum und rechnen auch dieses Mal mit mehreren Hundert Besuchern.

Ihr musikalisches Steckenpferd hat die Band im Rock und Blues Bereich, „für jung und alt“, wie Breitfelder betont, der die Blues-Harp-Gitarre, Gesang und Durst mitbringt. Gerd Schroth spielt das Saxophon, Gitarre und gilt als Pantomime während Peter Ludl Gitarren aller Art zupft. Arthur Hartmann schlägt wahlweise auf das Drumset oder die Triangel, kann aber auch singen, genauso wie Peter Moser, der dazu Geschichten erzählt und für den Bass zuständig ist.

Die Band, deren Bühne im Bauhof selbst aufgebaut wird, ist nur ein Teil der großen Motto-Party. Anstelle des „üblichen Essens“ soll es dieses Mal außergewöhnliche, kulinarische Gaumenfreuden geben, mit denen die Feuerwehr die Party zu etwas besonderem machen möchte.

Da wäre zum Beispiel die Idee eines Abriss-Burgers oder aber die Long-Drink-Löschtheke. Diese möchte eines der neuesten Mitglieder, mit einer Vielzahl von interessanten und abwechslungsreichen Long-Drinks bestücken. Wichtig sei es den Organisatoren, dass sie zu dieser Party etwas bieten, was es nicht jeden Tag gibt. Und noch etwas soll das Motto vervollständigen, nämlich die Besucher selbst. Wer die alten Klamotten der letzten Renovierung noch nicht weggeworfen hat, kann sie nun zu neuen Ehren bringen.

„Wer mit Abrissklamotten kommt und die Wahl zum abgefahrensten ,Abreißer‘ oder ,Abreißerin‘ gewinnt, der erhält einen Gutschein für Speisen und Getränke“, verrät Breitfelder. Folglich ist die Abrissparty nichts für das kleine Schwarze der Damen und auch der Anzug kann locker zu Hause hängen bleiben. Arbeitsklamotten sind gefragt und die dürfen selbstverständlich ganz bequem sein. Die Einnahmen des Abends sollen der Feuerwehr bei der Beschaffung eines neuen Fahrzeugs zugute kommen. Die Grundausstattung gibt’s zwar grundsätzlich von der Gemeinde, aber jedes Extra muss die Feuerwehr aus eigener Tasche zahlen. Diese Extras helfen aber, um auf lange Sicht schneller und besser zu sein.

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