Marco Kattwinkel, Peter Stürtz, Gerhard Heere, Bürgermeister Marcus Kinkel und Walter Liewald (von links) wollen mit vereinten Kräften Tourismus und Kultur weiter ankurbeln.
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Marco Kattwinkel, Peter Stürtz, Gerhard Heere, Bürgermeister Marcus Kinkel und Walter Liewald (von links) wollen mit vereinten Kräften Tourismus und Kultur weiter ankurbeln.

Schmitten soll attraktiver werden

Vorstand des TKV will vor allem bei den Tagestouristen punkten

  • vonFrank Saltenberger
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Der Tourismus- und Kulturverein hat Bilanz gezogen. Der Taunustourismus entwickelt sich gut, am Erscheinungsbild der Schmittener Ortsteile könnte aber noch einiges verbessert werden.

Der Tourismus der Feldberggemeinde Schmitten gedeiht unter dem Dach des Taunus-Touristik Service (TTS), und der wiederum agiert als regionaler Dachverband im Auftrag des Landes Hessen.

Vor diesem Hintergrund eröffneten der Vorsitzende des Tourismus- und Kulturvereins Schmitten, Bürgermeister Marcus Kinkel (FWG), und Geschäftsführer Gerhard Heere die Jahreshauptversammlung mit einem Blick auf die Entwicklung in Hessen und stützten sich dabei auf die Zahlen aus dem zuständigen Ministerium: Der Tourismus in Hessen verzeichne die höchsten, jemals erzielten Jahresergebnisse. Auch sei im vergangenen Tourismusjahr bei den Übernachtungen erstmals die 32-Millionen-Grenze überschritten worden.

Was die Entwicklung in der Destination Taunus, eine von elf hessischen Destinationen, betrifft, beriefen sich die Vereinsspitzen auf Berichte des TTS, wonach 2015 auch der Tourismus in der Taunusregion durchweg einen Zuwachs verzeichnen konnte. So weist der Taunus sehr gute Zahlen bei den Ankünften und Übernachtungen auf. Hierbei, so die Vereinsführung des TKV, nehme Schmitten eine Spitzenposition im Hintertaunus ein. In den Statistiken träten allerdings nur Beherbergungsbetriebe mit mindestens zehn Betten auf. Die Stärke des Taunus sei aber seine Attraktivität für den Tagestourismus, der in keiner Statistik erfasst werde. Man schätze aber, dass jeder Tagestourist rund 30 Euro pro Besuch ausgebe.

Um bei den Touristen noch besser zu punkten, müsse Schmitten attraktiver werden, meinte der Vorstand und nannte dazu „Denkanstöße“. So könnten Ein- und Ausfahrtswege noch verbessert werden, eine Außenrenovierung einzelner Häuser oder der Abriss von Bauruinen wäre gut. Gleichzeitig könnten die Pflege der Grundstücke sowie die Ortsbilder – beispielsweise durch Blumenschmuck noch verbessert werden.

Eine weitere Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des regionalen Tourismus ist die „Touristische Arbeitsgemeinschaft Westlicher Taunus“, in der auch Schmitten aktiv ist. Ein Projekt namens „Vom Feldberg zur Lahn“ wurde inzwischen abgeschlossen. Sieben Rundtour-Flyer wurden erarbeitet, darunter die Wandertour 4: „Schmitten-Weilrod“. Die Flyer sind an den entsprechenden Informationsstellen der Kommunen sowie beim Taunus-Informationszentrum zu erwerben.

Wer nicht zu Fuß auf Tour gehen möchte, kann auch auf ein E-Bike steigen. Die Anbieter solcher E-Bikes haben sich vernetzt, zwei Räder steuert der Schmittener Verein bei, zwei stehen in der Familienferienstätte Dorfweil zur Verfügung.

Neben dem Geschäftsbereich Tourismus ist der TKV auch im Bereich Kultur aktiv. Der Vorsitzende sowie der Geschäftsführer listeten zur Versammlung zahlreiche Veranstaltungen dieser Rubrik auf. Die Reihe „gipfelt“ im Weihnachtsmarkt am 12. und 13. Dezember in Oberreifenberg, den die Veranstalter stets werbewirksam mit dem Etikett „Hessens höchstgelegener Weihnachtsmarkt“ versehen.

Die beiden Geschäftsbereiche des TKV haben formal getrennte Vorstände, sind personell aber praktisch deckungsgleich. Turnusmäßig waren sie zu wählen und brachten nur einen Wechsel: Ausgeschieden ist Beisitzer Giovanni Novella, ihn ersetzt Walter Liewald. Ansonsten bilden Vorsitzender Marcus Kinkel, Stellvertreter Peter Stürtz, Geschäftsführer Marco Kattwinkel und Gerhard Heere, Beisitzer Andreas Dittmann sowie Roland Usinger den Vorstand. Kraft Amtes gehört auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung dazu.

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