Walburga und Walpurgisnacht

  • Andreas Burger
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Eigentlich ist die Nacht zum 1. Mai ein äußerst heidnisches Fest, betrachtet man die Ursprünge. Dazu später mehr. Den Namen hat die Walpurgisnacht von der Heiligen Walburga.

Eigentlich ist die Nacht zum 1. Mai ein äußerst heidnisches Fest, betrachtet man die Ursprünge. Dazu später mehr.

Den Namen hat die Walpurgisnacht von der Heiligen Walburga. In England geboren, dann im Alter von 11 Jahren in das Kloster von Wimborne in Dorset aufgenommen, lebte sie dort 26 Jahre. Später überquerte sie den Ärmelkanal und ging vermutlich bei Antwerpen an Land. Der Legende nach hat nur ihr stetes Beten an Bord das in einen Sturm geratene Schiff gerettet. Daher gilt sie bis heute als Schutzpatronin der Seeleute.

Ihre neue Heimat befand sich zunächst in Tauberbischofsheim, 761 übernahm Walburga das Männerkloster Heidenheim, wenig später kam ein Frauenkloster hinzu. Durch die Leitung dieses mächtigen Doppelklosters wurde Walburga zu einer der bedeutendsten Frauen des christlichen Europas.

Der Walpurgisbiograf Wolfhard von Herrieden berichtet rund 200 Jahre später von zwei Wundern, die Walburga in dieser Zeit gewirkt haben soll.

Demnach soll sie einmal ein Kind mit Hilfe dreier Ähren vor dem Verhungern gerettet haben und ein anderes Mal erfolgreich einen tollwütigen Hund beruhigt haben. Auch von Krankenheilungen und der Rettung einer im Kindbettfieber darnieder liegenden Wöchnerin wird berichtet.

Der genaue Todestag Walburgas ist nicht eindeutig belegbar. Das von den Heidenheimer Klosterannalen auf den 25. Februar 779 festgelegte Sterbedatum ist umstritten. Die Heiligsprechung Walburgas erfolgte am 1. Mai (vermutlich im Jahre 870 durch Papst Hadrian II). Ihre Reliquien befinden sich in der Abtei St. Walburg in Eichstätt.

( bur)

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