Schüler machen Zeitung

Wann schlafen Journalisten?

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15 Schüler der Grundschule in Niederreifenberg haben sich für die diesjährige Projektwoche viel vorgenommen. Sie schreiben eine „Projektwochen-Zeitung“ und sind als rasende Reporter unterwegs. Sie beobachten, führen Interviews, machen Fotos und schreiben Texte. Am ersten Projekttag durften sie TZ-Journalistin Evelyn Kreutz löchern.

Die meisten Teilnehmer wollten schon immer mal wissen, wie eine Zeitung gemacht wird und erzählten, dass sie gerne schreiben, am PC arbeiten und manche auch dass sie Spaß am Fotografieren haben.

Etwa die Hälfte der 15 Dritt- und Viertklässler an der Grundschule in Niederreifenberg, die sich für das Projekt „Wir schreiben eine Projektwochen-Zeitung“ entschieden haben, lesen regelmäßig Zeitung. „Nicht alles, nur das was mich interessiert“, hieß es und da wurden Weltnachrichten, Sport und Lokales genannt. Die anderen gaben zu, dass sie gelegentlich mal die Zeitung durchblättern.

Beste Voraussetzungen also, um in dem von Schulleiterin Anke Gamer angebotenen Projekt mitzumachen. Die Themen für die Zeitung waren von vornherein klar: Das, was die anderen Projektgruppen erarbeiten. Als erstes wurde daher am Montagmorgen festgelegt, wer über welches der anderen zwölf Projekt berichten sollte. Ein gemeinsamer Plan wurde erarbeitet und Zweier- oder Dreierteams gebildet. „Wenn jeder drei Seiten schreibt, kriegen wir 45 Seiten zusammen“, so die Überlegung, der Schülerreporter. Die Schulleiterin hatte da so ihre Zweifel, ob das auch zu schaffen sei. Denn bis zur Präsentation und zum Verkauf der Zeitung am Freitagmorgen ist ja wirklich nicht so viel Zeit.

Erfahrungen aus der Praxis lieferte dann die Journalistin der Taunus Zeitung, die sich von den wissbegierigen Schülern löchern ließ. Viele Mädchen und Jungs hatten die Reporterin schon einmal oder auch öfters gesehen, bei der Feuerwehr oder den Sportlern. Mit ihren Fragen machten sie ihrer Neugierde Luft. Dabei zeigte sich, dass sie sich schon gut vorbereitet hatten, was ja für Journalisten, die sich mit verschiedenen Themen beschäftigen müssen, kein Fehler ist.

Sie wollten wissen, woher man die vielen Informationen bekommt und wie ein Artikel entsteht. Aber sie hatten auch gehört, dass Journalisten nachts schreiben und fragten: „Stimmt das überhaupt und wann schläfst Du dann?“ Dass so etwas nicht jeden Tag der Fall ist, beruhigte sie dann doch. Aber wie sieht das mit Stress und Zeitdruck aus?

Spätestens wenn die Projektwochen-Zeitung gedruckt wird, werden die Schüler das selbst mitbekommen. Doch vorher haben sie noch einen kleinen Foto-Exkurs gemacht. „Machen wir doch einfach ein Bild mit den Projektthemen“, kam ein Vorschlag.

Warum der vielleicht nicht so gut war, besprachen die Schüler gemeinsam. Bevor die jungen Reporter in die Projektgruppen, die sich mit anderen Ländern, mit Sport, Experimentieren, Basteln und Spielen beschäftigen gingen, erhielt jeder noch seinen Presseausweis mit Foto. Auf ihre Zeitung darf man gespannt sein. Über weitere Projekte wird es einen zusätzlichen Bericht geben.

(evk)

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