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Auch in der ?Waschküche? für die endoskopischen Geräte waren die Apfelzwerge neugierig.

Hochtaunuskliniken

Wehrheimer Kindergartenkinder besuchen Usinger Krankenhaus

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Wehrheimer Kindergartenkinder haben die Hochtaunuskliniken in Usingen besichtigt und nun eine gute Vorstellung davon, dass dort alles getan wird, um Menschen wieder gesund zu machen.

„Wo waren wir, wo die Schläuche gereinigt wurden? In der Endoskopie“, half Elke Jung den Kinder bei einigen Fragen zum Abschluss. „Ergotherapie“ und „Geriatrie“ waren auch so schwierige Wörter, aber „Labor“ hatten sich einige behalten.

Zwei Gruppen aus dem Wehrheimer Kindergarten „Apfelzwerge“ waren zu Besuch im Krankenhaus, aber nicht etwa, um einen Patienten zu besuchen, sondern um einmal hinter die Kulissen zu schauen. Das sollte ihnen die Scheu oder sogar Angst davor nehmen, sollten sie oder jemand aus der Familie ins Krankenhaus müssen, erklärte Erzieherin Ingrid Flechsig. Und was das kindgerechte Erklären betrifft, waren die Apfelzwerge bei Jung in besten Händen, denn die ist immer bereit, Kindergruppen zu führen. „Den Winter über war es etwas ruhig, aber im März geht es vermutlich wieder los“, sagte sie aus der Erfahrung.

Die Kinder sind natürlich nur dort unterwegs, wo sie erstens den Betrieb nicht stören, zweitens wo nicht behandelt wird und drittens, wo sie selbst sicher sind. „Nichts anfassen!“, hieß es deshalb in einigen Räumen, in die sie hineinschauen durften, beispielsweise ins Labor. „Hier ist Blut drin und hier Pippi“, erklärte die Laborantin, hielt dabei zwei Röhrchen hoch und erklärte, was passiert, wenn Blut zentrifugiert und was sonst noch mit den Proben gemacht wird. In der Endoskopie direkt waren die Kinder nicht, aber in dem Raum, wo die Geräte gereinigt werden. Das geschieht auch in der Bettenzentrale. Auch da hörten sie aufmerksam zu, was mit den Betten passiert, wenn sie frei geworden sind und bevor sie wieder benutzt werden können.

Eine weitere Station war die Ambulanz, in der auch schon mal ein kleiner Patient landen kann, der hingefallen ist und sich womöglich ein Bein gebrochen hat. Dann wird gegipst. Ein schmaler Gipsverband wurde den Kindern dort fachmännische um das Handgelenk gelegt, den sie stolz mit sich herumtrugen wie ein Armreif.

Sie bekamen auch zu sehen, wo Verletzte mit dem Rettungswagen ankommen und die Nummer, die man anrufen muss, damit der kommt, werden sie sicher nicht mehr vergessen „Einen

Daumen hoch

und den zweiten

Daumen hoch

, macht zwei Daumen“, Jung machte es vor und die Kinder machten es nach. „112“, das hat sich eingeprägt.

In der Ergotherapie durften sie auch selbst aktiv werden. Während die Kinder das dortige Trampolin und ein Fitnessgerät ausprobieren durften, strampelten zwei ältere Damen auf einem Trainingsfahrrad und ließen sich dabei nicht stören. In der Geriatrie wurden sie von Dr. Norbert Schütz empfangen und der erklärte den Kindern, was die Omas und Opas oft so plagt. Und eine Patientin hatte auch nichts dagegen, dass der Arzt den Kindern die Technik ihres Bettes erklärte. Dafür wünschten ihr alle Kinder beim Verlassen der Station „Gute Besserung“, und das war sicher ein wirksame Zusatztherapie.

Mit der Besichtigung der Kapelle und des Betraumes für Muslime beendeten die Gruppen ihren Besuch und bekamen sogar noch eine kleine Tüte mit Süßigkeiten mit auf den Weg zum Bahnhof und der Taunusbahn. Auch andere Kindergärten aus dem Usinger Land haben die Möglichkeit, sich durch die Hochtaunus-Klinik in Usingen führen zu lassen. Elke Jung, die auch für die Kulturveranstaltungen im Krankenhaus Ansprechpartnerin ist, die einmal im Monat stattfinden, ist erreichbar unter der Rufnummer

(0 60 81 ) 1 07 43 21.

Auskünfte gibt auch die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kliniken, sie ist erreichbar unter der Rufnummer (0 61 72) 14 25 41.

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