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Hartmut Müller (von rechts), kommissarischer Rathaus-Chef, informiert sich bei Projektleiter Volker Dietz und Bauleiter Lars Fester (von links) über den Bauvorschritt.

Seniorengerechte Wohnungen

Weiltal-Residenz wird 2018 fertig

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Am Ortsausgang nach Niederreifenberg ist der Rohbau für die Schmittener „Weiltal-Residenz“ inzwischen fertig. Dort entstehen 24 seniorengerechte Wohnungen. Die werden ab dem neuen Jahr vermarktet und sollen im dritten Quartal 2018 bezugsfertig sein.

Hinter dem Rewe-Markt, wo früher die Firma Heco Lautsprecher herstellte, sind seit Frühjahr vier große Gebäude mit jeweils sechs seniorengerechten Wohnungen hochgezogen worden. Die Baugenehmigung lag bereits seit 2015 vor. Der Projektierer, der für den Einzelhandel neue bauliche Voraussetzungen geschaffen hat, ließ jedoch die Wohnbau-Planungen brach liegen.

„Bevor das Baurecht verfällt, haben wir Grundstück und Planung übernommen“, teilte Volker Dietz mit. Der Mitinhaber und Architekt der „d+d-Projektgesellschaft Schmitten mbh und Co. KG“ mit Sitz in Bad Hersfeld begründete, warum der Bau der „Weiltal-Residenz“ zeitlich etwas hinter dem Plan liegt. „Gebaut wird nur, wenn das Wetter mitspielt.“, sagte er dazu. Der Winter sei nicht hart, aber lang gewesen, und erst danach habe man mit den großflächigen Gründungsarbeiten für die vier U-förmig angeordneten Baukörper beginnen können. „Im besonders nassen Sommer konnten wir nicht mauern und nur eingeschränkt betonieren“, so Dietz weiter.

Bis Juni, wie geplant, bezugsfertig zu sein, das sei nicht zu schaffen. Im Laufe des dritten Quartals, das sei eher realistisch. Dietz weiß, dass ihm auch weiterhin das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen kann. Die Fenster sind inzwischen eingebaut. „Aber auch bei allen weiteren Arbeiten ist bei uns gute Qualität oberstes Gebot“, erläutert der Architekt und sagt: „Wir wollen kein Husch-Husch-Haus bauen.“

Damit meint er, dass auf keinen Fall Estrichbeschleuniger eingesetzt werde. „Putz und Estrich bekommen die Zeit, die sie zum Austrocknen brauchen.“

Die meisten Gewerke für den Innenausbau sind inzwischen vergeben. „Alle Firmen sind aus dem hessischen Raum“, betonte Dietz. Erster Beigeordneter Hartmut Müller (CDU), der aktuell stellvertretender Chef der Schmittener Verwaltung ist, bedauerte, dass bislang keine ortsansässigen Firmen zum Zuge gekommen sind. Bauleiter Lars Fester wusste aber, dass auch Schmittener Unternehmen angefragt worden seien.

Müller wies auch auf die gute Lage der Anlage mit einer Gesamtwohnfläche von 2044 Quadratmetern hin, die direkt hinter dem Ladenzentrum mit Supermarkt, Getränkemarkt, Drogerie, Bäckerei und Apotheke liege. Gerade durch den nahen Weiltalweg seien Spaziergänger mit und ohne Rollator, Rollstuhlfahrer oder noch fitte Senioren mit dem Fahrrad oder E-Bike gleich in der Natur.

Zielgruppe für die 24 barrierefrei gebauten Wohnungen zwischen 72 und 112 Quadratmetern sind Senioren und Menschen mit körperlichem Handicap. Die Türen sind überbreit, jedes Gebäude hat einen Aufzug über die drei Etagen. Die Fenster sind dreifach verglast und haben zur Straße hin einen erhöhten Schallschutz. Lebensqualität versprechen auch die Balkone, über die jede Wohnung verfügt.

Weil jede Wohnung einen eigenen Hauswirtschaftsraum hat, muss kein Bewohner zum waschen und trocknen in den Keller.

In konventioneller Bauweise errichtet, mit Mineralwolle im Wärmedämmverbundsystem gedämmt, entspricht das Sechs-Millionen-Euro-Projekt dem aktuellen Energiestandard.

Ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist der Energiemix aus Wärmepumpe und Gasheizung. Zudem lassen sich durch Wohnungsübergabestationen Wasser- und Heizungstemperatur in den Wohneinheiten einzeln regulieren.

Die Video-Gegensprechanlage entspricht dem modernsten Stand der Technik. In der Außenanlage sind 24 Pkw-Stellplätze und eine Schnellladestation für Elektroautos vorgesehen. Außerdem findet sich ein kleines Häuschen zum Unterstellen für die Fahrräder inklusive Ladestation für E-Bike-Akkus der Bewohner. Laut Volker Dietz gibt es erste Anfragen. Zum Jahreswechsel sollen die 24 Wohnungen ins Netz gestellt werden. Die Preise richten sich nach der Größe der Wohnung und beginnen bei 225 000 Euro. Betreutes Wohnen ist laut Dietz möglich, aber optional. Jedem stehe frei, welchen Pflegedienst er wähle.

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