+
Mit den Jugendlichen der Gemeinde hatten die Gäste aus Sambia ein Lied einstudiert, das sie beim Partnerschaftsgottesdienst vortrugen.

Partnerschaft mit Mishikish

Weltkirchliche Lebendigkeit

  • schließen

Wie katholischer Glaube die Welt zusammenhält, zeigen die vielen Partnerschaften, die Gemeinden im Bistum Limburg pflegen. Neu-Anspach ist mit Mishikishi in Sambia verschwistert. Ein Austausch, der gut funktioniert, wie sich jetzt anlässlich eines Besuches wieder zeigte.

„Der Kontakt und der Austausch mit unserer Partnergemeinde ist wieder lebendiger geworden“, informiert Heike Cipura für das Mishikishi-Team auf der Website der Pfarrei St. Franziskus und Klara Usinger Land nach einem Aufenthalt in der Partnergemeinde im vergangenen Jahr. Die liegt allerdings nicht gerade um die Ecke, sondern über 7000 Kilometer entfernt in Sambia.

Den umgekehrten Weg nahm nun eine aus einem Priester und zwei Laien bestehende Delegation. Sie besuchte das Usinger Land und das Bistum Limburg, welches das Partnerbistum des Sambischen Bistums Ndola ist.

Mit Father Emmanuel Bwalya, Angelina Chipulu und Evans Kafuchilwa Kasanda waren der leitende Priester, die Vorsitzende der katholischen Frauenorganisation und der Sekretär der Hilfsorganisation Mishikishi-Mission in Deutschland zu Gast. Außer in Neu-Anspach machten die Afrikaner Station in Wehrheim und Waldernbach im Kreis Limburg-Weilburg. Außerdem absolvierten sie ein mit Terminen gespicktes Programm, das auch Sightseeing einschloss, aber vor allem viele Begegnungen mit Menschen und Einrichtungen der hiesigen katholischen Kirche beinhaltete.

„Was wir hier erfahren haben, war ein großer Schatz“, sagte Priester Bwalya im abschließenden Partnerschafts-Gottesdienst in der Kirche St. Marien am letzten Besuchstag vor der Heimreise.

Neu-Anspach haben die Gäste intensiv kennengelernt. So haben sie einen Spaziergang durch die Stadt unternommen, Bürgermeister Klaus Hoffmann (CDU) kennengelernt, mit Jugendlichen gesprochen, den Caritas-Laden und die Tafel besichtigt, sowie die Schulseelsorgerin Dagmar Steinmetz an der Adolf-Reichwein-Schule getroffen.

In Wehrheim informierten sie sich über den ökologischen Landbau bei Biobauer Etzel und besuchten das Flüchtlingscafé, die Grundschule sowie die Kirche in Pfaffenwiesbach.

Zwei Tage nahmen sie sich auch für den Besuch der Domstadt Limburg und der Jugendbegegnungsstätte sowie des Tagungshauses Hildegardishof in Waldernbach Zeit, wo das 25-jährige Bestehen des Freiwilligendienstes gefeiert wurde. Und für ein Abstecher in den Rheingau mit Rüdesheim und St. Hildegard in Eibingen sowie einen Frankfurt-Tag reichte die Zeit auch noch, die mit vielen Gesprächen und geselligen Abenden weiter ausgefüllt wurde.

Cipura zog anschließend eine gute Bilanz: „Die Gemeinde hat sich rege beteiligt“, dankte sie für die Unterstützung durch viele Helfer. Auch sei es durch den Besuch gelungen, die Partnerschaft in der Gemeinde wieder präsenter zu machen. „Es war ein Austausch ganz im Sinne weltkirchlicher Lebendigkeit“, sagte sie. Die Neu-Anspacher Gemeinde unterstützt ihre Partnergemeinde auch materiell, so wurde ein Küchen-Bauprojekt gefördert, dessen Fortschritt die Gäste in Fotos dokumentiert hatten, die auf einer Infowand zu sehen waren.

Gefreut haben sich die Gastgeber über die Chitenge-Stoffe. Das sind bunte Stoffe, aus denen man vieles schneidern kann, beispielsweise Wickelröcke oder Taschen, und diese werden verkauft. „Wir werden auch weiter die Gemeindepartnerschaft pflegen und Mishikishi unterstützen“, so Heike Cipura, die zu Ostern im kommenden Jahr nach Sambia fliegt – auch um die inzwischen gewachsenen persönlichen Freundschaften zu pflegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare