Wieder Schulden durch die Koalition FWG/CDU?

  • vonAndreas Burger
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Die UB sieht keine Wende in der Politik, sondern fürchtet im Gegenteil, dass mit der neuen Koalition mehr Schulden die Bürger künftig belasten.

Dass sich die UB bei der FWG zwecks eines Gesprächs über eine mögliche Zusammenarbeit nicht gemeldet habe, das wollen die Unabhängigen Bürger so nicht stehen lassen (wir berichteten). „Die FWG hatte auch der UB ein Gesprächsangebot gemacht, was aber aus terminlichen Gründen bei der FWG nicht zustande kam. Warum nun Herr Radu behauptet, dass es keine Rückmeldung gegeben habe, ist zumindest unverständlich. Erklärt sich aber vielleicht aus dem Umstand, dass sich FWG und CDU schnell darauf geeinigt haben, nun – ohne die gelegentliche Unterstützung der SPD – wieder ganz offen gemeinsam die Politik in Grävenwiesbach zu bestimmen“, sagte Karin Klimt, die neue Fraktionvorsitzende der UB.

Diese Politik habe in der Vergangenheit zwar Dorfgemeinschaftshäuser, Feuerwehrhäuser, die Rathaussanierung und einen Kreisel auf der Bundesstraße gebracht, aber eben auch einen riesigen Schuldenberg, der sachgerechte und verantwortungsvolle Politik enorm behindere, wenn nicht gar verhindere, lautet ihr Resümee weiter.

Wachsames Auge

FWG und CDU hätten zuerst ihre zukünftige Politik festgelegt – „übrigens nicht im Gegensatz, sondern genauso wie die SPD, die Grünen, die UB und die FDP das auch nach der letzten Wahl gemacht haben“ – allerdings nicht mit dem Ziel, zu einem ausgeglichenen Haushalt zu kommen, sondern um wieder viel Geld für neue Projekte auszugeben.

Klimt weiter: „Die neue alte Mehrheit wird diese kostspielige Politik jetzt fortsetzen, aber wir als Opposition werden diesem langjährigen Schuldenaufbau konsequent widersprechen und den Bürgern dieses verantwortungslose Handeln transparent machen.“ Die Bürger müssten darüber informiert werden, warum Gebühren und Steuern sie immer mehr belasten würden.

Doch in der konstituierenden Sitzung der UB gab’s nicht nur Schelte, sondern auch Entscheidungen. „Nach Kommunalwahl mit 3,5 Prozentpunkten Zuwachs auf 18,8 Prozent sind wir nunmehr drittstärkste Kraft in Grävenwiesbach. Damit hat die UB künftig vier Vertretern in der Gemeindevertretung.“ Die Spitzenkandidatin der UB, die bisherige Erste Beigeordnete Karin Klimt aus Hundstadt, wurde neue Fraktionsvorsitzende. Zu ihrem Stellvertreter wurde Laurenz Fangmann aus Laubach gewählt, der ebenfalls in den letzten fünf Jahren die UB im Gemeindevorstand vertreten hat. Damit habe die UB eine in der Grävenwiesbacher Kommunalpolitik überaus sachkundige und erfahrene Fraktionsführung gewählt, ist die Gruppe überzeugt.

Auf Platz drei steht Rolf Tausch aus Laubach, der in den letzten zwei Jahren die UB-Fraktion erfolgreich geführt habe und davor lange Zeit Vorsitzender der UB gewesen sei, sagte Klimt.

Auf Platz vier der Fraktionsliste wurde Frank Ott gewählt, der bislang im Ortsbeirat Heinzenberg mitgearbeitet hat.

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