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Auch Fortgeschrittene frischten beim TSC in Neu-Anspach ihre Tanzkünste auf und sind nun für den Frühlingsball gerüstet.

Crash-Kurs

Sie wiederholen das kleine Tanz-Abc

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Mit welchem Fuß geht’s los? Das ist die Kernfrage bei so manchen Tänzen, die man schon lange nicht mehr getanzt hat. Beim Crashkurs des TSC Grün-Gelb wurde sie beantwortet. Jetzt können die Teilnehmer wieder eine flotte Sohle aufs Parkett legen.

Der Frühling naht und seit altersher feiert der Mensch Feste, um der neu erwachten Lebensfreunde Ausdruck zu verleihen. Der „Tanz in den Mai“ ist zwar der Gipfel dieser Euphorie, aber vor dem Frühling kommt bekanntlich der Vorfrühling mit seinen ersten hellen Sonnentagen, und da kommt ein TSC-Frühlingsball im März für viele gerade recht.

Beim Stichwort „Ball“ zuckt allerdings so mancher zusammen, der mit dem Parkett auf Kriegsfuß steht, und im Kopf kreisen sofort die Gedanken: „Muss ich da tanzen?“ „Wie war das noch gleich mit dem Walzer?“ „Mit welchem Fuß geht’s los?“ Oder: „Der letzte Tanzkurs liegt schon so weit zurück, ich habe alles vergessen.“

In der Tat, beim dem, der nicht regelmäßig tanzt, sind die einst sicher gesetzten Schritte schnell weg, und das zeigt sich mit allen Nebenwirkungen mitunter erst auf dem Parkett. Das fasste schon Wilhelm Busch in Worte: „Oder möchtest du vielleicht mir des Tanzes Lust versalzen? Früher hast du’s oft erreicht, heute werd’ ich weiterwalzen.“

Damit es nicht zum Weiterwalzen um jeden Preis kommt, kam der Tanzsportclub Grün-Gelb dem Wunsch nach einem Auffrischungskurs nach und setzte eine Woche vor seinem Frühlingsball einen „Crashkurs“ an.

Fünf Tänze: Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Cha-Cha-Cha, Discofox und Tango standen auf dem Programm, das bedeutete bei eineinhalb Stunden gerade mal eine Viertelstunde für jeden Tanz. Das reichte natürlich nur für die Grundschritte, aber diese aufgefrischt geben doch Sicherheit und bauen die Schwellenangst vor der Tanzfläche ab.

Mit Angelika und Ingo Lischka hatten die Grün-Gelben allerdings auch ein erfahrenes Trainerpaar anzubieten, und bei denen, die gekommen waren, waren zumeist Grundkenntnisse bei wenigstens einem der Partner vorhanden.

Der Langsame Walzer ist ein idealer Einstieg für die ersten Versuche, hält sich das Tempo doch in Grenzen, der Dreivierteltakt ist gut heraushörbar und die Schritte verteilen sich auf drei Zeiten: 1-2-3, vor, Seit’, Schluss, rück, Seit’, Schluss – die Damen umgekehrt – mit Betonung auf der Eins. Wenn es nur so einfach wäre. Das Gefühl für den Rhythmus ist nämlich das Entscheidende, und das vermittelten die Lischkas mit Vorübungen, ob beim Langsamen oder vor allem beim Wiener Walzer: Hin und her wiegen, dabei leicht drehen, aber: „Nicht dabei ans Drehen denken“, empfiehlt die Tanzlehrerin den Paaren, sonst könnte einem leicht schwindlig werden.

Zwischen den Dreivierteltakt-Tänzen hatten die Trainer den Discofox eingeschoben, der bekanntlich als Allzweckwaffe unter den Tänzen gilt und mit seinem „Eins-Zwei-Tap“ selten jemanden überfordert. Der klappte dann rundum auch am besten, und einige der Teilnehmer hatten schon viel mehr drauf, zeigten Platzwechsel, Wickel und Drehungen. Ein Discofox-Pärchen aus Usingen kam denn auch eher zum Auffrischen der fast vergessenen Standardtänze.

Andere Teilnehmer kamen aus den Grundkursen des Vereins und übten die Schritte aus dem laufenden Programm, und wieder andere nahmen als Externe das Angebot gerne an. „Wir haben früher schon Tanzkurse gemacht, aber das ist schon lange her, und wir wollten einmal sehen, was hängengeblieben ist“, sagte ein Teilnehmer-Paar, das sich die Karten für den Ball schon im Vorverkauf gesichert hatte.

Fast alle, die zum Crashkurs kamen, hatten sich den Termin bereits vorgemerkt, und eine Woche zum Üben zu Hause bleibt ja auch noch. Tango zum Beispiel, denn auf den lässt sich nicht gerade Discofox tanzen.

Beim Cha-Cha-Cha geht das schon eher, aber auch da zeigten die Trainer den Grundschritt mit seinem charakteristischen Chassé auf „cha-cha-cha“. Wenn dann noch der Hüftschwung dazukommt, kann auf dem Parkett kaum noch etwas schiefgehen. Und sollte es mit dem Tango bis zum Ball nicht mehr klappen, kann man auch einfach sitzen bleiben und zuschauen, denn dort gibt es auch so einiges zu sehen (siehe Bericht unten).

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